Abi-Treffen nach 50 Jahren | Aktuelle Nachrichten und Informationen

1976er Jahrgang des Gymnasiums feiert großes Wiedersehen in Soltau

Abi-Treffen nach 50 Jahren

Im Mai des Jahres 1976 überreichte der damalige Leiter des Gymnasiums Soltau, Oberstudiendirektor Karl-Heinz Liebe, in der drei Jahre zuvor eingeweihten Aula rund 90 Abiturienten und Abiturientinnen die Zeugnisse der Reife. Nach dem Abitur zerstreuten sich die Schulabgänger für Ausbildung und Beruf in alle Himmelsrichtungen. Zum 50-jährigen Jubiläumstreffen kamen jetzt 35 Ehemalige dieses Abiturjahrgangs aus ganz Deutschland nach Soltau; ein ehemaliger Mitschüler reiste aus London an.

Die früheren Schülerinnen und Schüler gehörten zum letzten Jahrgang, der 1976 vor der Oberstufenreform die Prüfung noch in Klassenverbänden absolvierte. So gab es eine 13sf (sprachlicher Zweig mit Französisch), eine 13mf (mathematischer Zweig mit Latein), eine 13sl (sprachlicher Zweig mit Latein) und eine 13ml (mathematischer Zweig mit Latein). Auch der erste Jahrgang der FB (Frauenbildung) trat in diesem Jahr zur Abiturprüfung an. „Einig waren sich die Jubilarinnen und Jubilare auch noch nach 50 Jahren, dass sie der Zusammenhalt und die Freundschaften in den Klassenverbänden durch die nicht immer einfache Schulzeit getragen hatte“, blickt Ulrike Zielke auf die damalige Zeit zurück.

Die ließ die muntere Gruppe – mittlerweile im Rentenalter – nun bei ihrem Treffen in Soltau zum 50jährigen Abiturjubiläum wieder aufleben: Für die meisten war es das erste Wiedersehen nach langer Zeit. „Entsprechend freudig fiel die Begrüßung aus und der Austausch über Berufliches, Privates und die Gestaltung des Ruhestands sorgte für eine fröhlich lebhafte Geräuschkulisse“, schildert Dr. Almut Willenbockel die Erlebnisse bei dem Treffen.

Das beinhaltete noch eine „Besichtigungstour“ durch Vergangenheit und Gegenwart: Bei einer Führung mit der Fachlehrerin Petra Gronwald durch die Räumlichkeiten des Gymnasiums Soltau wurden Erinnerungen aufgefrischt. Die Ehemaligen zeigten sich beeindruckt von der heutigen Ausstattung besonders der Fachräume und von den Lernkonzepten der Schule, schmunzelten aber auch über Altbekanntes, das die Zeit überdauert hat.

Auch Soltau selbst und die Veränderungen über die Jahrzehnte waren Thema: Nach dem Gruppenbild bei schönstem Maiwetter gab es einen Spaziergang durch die Marktstraße zum gemeinsamen Eisessen im Hagen. Die in Soltau Gebliebenen oder Zurückgekehrten wussten viel über eine positive Entwicklung in ihrer Stadt zu berichten. Besonders das vielfältige kulturelle Angebot und die größere Weltoffenheit dem belebenden Tourismus gegenüber wurden erwähnt.

Die Schüler und Schülerinnen kamen damals aus dem gesamten nördlichen Landkreis, denn das Gymnasium Munster und die KGS Schneverdingen existierten noch nicht. Trotz der räumlichen Entfernungen gab es in dem Jahrgang guten Zusammenhalt und viele Freundschaften über die Schule hinaus. Die Jubilare und Jubilarinnen waren sich einig: „Wir haben in den Klassenverbänden mindestens drei Jahre lang zusammen gelernt, gelacht und gelitten. Das schweißt zusammen, auch für mehr als 50 Jahre.“

Zum Schluss der Jubiläumsveranstaltung kam noch der Wunsch auf, doch vielleicht besser nicht fünf Jahre bis zum nächsten Treffen verstreichen zu lassen.