Ambulante Herzschrittmacherkontrolle am Heidekreis-Klinikum in Soltau

Feras Osman, Leitender Oberarzt der Fachabteilung für Kardiologie und Innere Medizin, bietet ab 20. Februar täglich eine Sprechstunde an

Ambulante Herzschrittmacherkontrolle am Heidekreis-Klinikum in Soltau

Ab dem kommenden Montag, 20. Februar, bietet Feras Osman, Leitender Oberarzt der Fachabteilung für Kardiologie und Innere Medizin, täglich zwischen 14.30 und 16 Uhr eine Sprechstunde für ambulante Herzschrittmacherkontrollen und Defibrillatoren im Heidekreis-Klinikum (HKK) am Standort Soltau an. Wer eine solche Überprüfung vereinbaren möchte, kann sich beim HKK unter der Telefonnummer (05191) 6023461 zur Terminabstimmung melden.

Feras Osman, Facharzt für Kardiologie wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen ermächtigt, diese ambulante Leistung direkt im Krankenhaus erbringen zu dürfen. Der Mediziner erklärt: „Diese Ermächtigungssprechstunde ist sozusagen meine Sprechstunde als Klinikarzt, in der ich Kassenpatienten mit Überweisung ihres Hausarztes untersuchen und auch ambulant behandeln darf.“ Selbstverständlich können Privatpatientinnen und Patienten, aber auch Selbstzahler unabhängig von diesen Sprechstunden Termine vereinbaren.

„Jeder Herzschrittmacher sollte optimal an seinen Träger, beziehungsweise seine Trägerin angepasst werden“, so Osman: „Wichtig ist die Kontrolle der Batterie, aber auch das Überprüfen, ob Veränderungen vom Herzen oder Gerät ausgehen, die eine Änderung der Programmierung des Herzschrittmachers nötig machen.“ Nach der Implantation eines Herzschrittmachers erfolgen die Kontrollen in engen Abständen: Ein bis drei Monate nach der Implantation. „Später reichen Kontrollen in sechs-, manchmal auch zwölfmonatigem Abständen“, erläutert der Kardiologe.

Er gibt auch einen Einblick, wie ein Herzschrittmacher überprüft wird: „So eine Kontrolle dauert etwa eine Viertelstunde. Die Informationen, die der Herzschrittmacher sammelt, werden auf ein Programmiergerät, einen kleinen PC, der einem etwas zu dick geratendem Laptop ähnelt, überspielt: Dazu lege ich eine sogenannte Empfangsspule dieses Computers von außen über den Schrittmacher. Während der gesamten Zeit wird die Herztätigkeit durch das Schreiben eines normalen EKGs auf einem weiteren Monitor überwacht.“

Osman überprüft unter anderem die Batteriespannung, aber auch den Widerstand in den Schrittmacherelektroden: „So kann ich kontrollieren, ob die Batterieladung noch voll genug ist, aber auch erkennen, ob die Elektroden weiterhin voll funktionstüchtig sind.“ Außerdem bestimmt der Leitende Oberarzt der Kardiologie am Heidekreis-Klinikum Soltau noch weitere Werte, zum Beispiel die Reizschwelle und die Wahrnehmung: „Durch die Überprüfung der Reizschwelle kann ich feststellen, wie viel Energie vom Gerät abgegeben werden muss, damit das Herzgewebe darauf reagiert.“ Eine möglichst niedrige Reizschwelle sei ein gutes Ergebnis, so Osman, „denn das heißt, dass weniger Strom verbraucht werden muss.“

Um den Wert der sogenannten Wahrnehmung festzustellen, veranlasst der Arzt das Gerät zum Gegenteil: Sprich, der Schrittmacher wird kurzzeitig langsamer als die eigene Herztätigkeit eingestellt. „Für einige Patientinnen und Patienten ist dieser Teil etwas unangenehm, weil ein Schwindel- oder leichtes Übelkeitsgefühl auftreten kann“, erklärt der Mediziner. „Dennoch muss ich diesen Wert immer bestimmen, da der Herzschrittmacher natürlich nicht arbeiten darf, wenn eine eigene Herztätigkeit vorliegt. Somit benötige ich diesen Wert immer für die abschließende Programmierung des Schrittmachers.“

Sind alle Einflussgrößen überprüft, „entscheide ich, ob die bestehende Programmierung beibehalten werden kann, oder ob ich Änderungen vornehmen muss. Meine Entscheidung trage ich danach in den Herzschrittmacher-Ausweis ein.“ Das sei wichtig, damit die Werte stets miteinander verglichen werden könnten.

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