Vor nur wenigen Tagen noch hielt der Winter die Region fest im Griff. Eis und Schnee bedeckten die Landschaft. Doch mit den ersten frühlingshaften Temperaturen, die fast über Nacht Einzug hielten, haben auch Frösche, Kröten und Molche die Wanderung von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern angetreten. Der Weg dorthin ist für sie oft lebensgefährlich, vor allem dann, wenn Straßen überquert werden müssen.
Um die Tiere vor dem Tod durch Überfahren zu schützen, stellt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) alljährlich an der Kreisstraße von Soltau nach Frielingen einen Amphibienschutzzaun auf. Unterstützt wurden die Ehrenamtlichen in diesem Jahr durch Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Biologie des Gymnasiums Soltau. Durch diese tatkräftige Hilfe war der 200 Meter lange Zaun in zwei Stunden aufgestellt. „Wir freuen uns sehr, dass sich junge Menschen für das Projekt engagieren“, heißt es in einer Mitteilung des BUND.
Wie auch in den Vorjahren stellte die Kreisstraßenmeisterei wieder Absperrmaterial bereit. Dadurch war die Baustelle gesichert und die Autofahrer fuhren langsam vorbei. So konnten die freiwilligen Helfer trotz des starken Umleitungsverkehrs sicher arbeiten.
Je nach Witterung bleibt der Zaun bis Anfang April aufgebaut. Morgens und abends sind freiwillige Helfer unterwegs, um die Tiere aus den Fangeimern zu sammeln. Bevor die Tiere auf der anderen Straßenseite in die Laichgewässer gebracht werden, werden sie bestimmt und gezählt. „Durch das langanhaltende Winterwetter und den sprunghaften Temperaturanstieg in diesem Jahr wurde der Zaun keinen Tag zu früh aufgebaut. Bereits in der ersten Wandernacht waren 150 Tiere unterwegs“, teilt der BUND mit.