Arbeiten von 36 Ausstellern

Kunsthandwerkliche Weihnachtsausstellung im Museum Soltau beginnt: Vom 29. November bis zum 22. Dezember zeigen Hobbykünstler ihre Kreationen

Arbeiten von 36 Ausstellern

Sie sind ein eingespieltes Team, das auch ein gebrochener Arm nicht aufhalten kann: Siegrid Schlimkowski, Brigitte „Gitti“ Weibel, Karin Usadel und Erika Penshorn arbeiten bereits seit rund 15 Jahren immer zum Start der Adventszeit gemeinsam am Aufbau der Weihnachtsausstellung. Die gibt es schon seit mehr als zwei Jahrzehnten - „und dieses Jahr kann Erika eben nur mit einem Arm mithelfen“, witzelt Weibel. So ist das „siebenarmige Quartett“ zusammen mit weiteren Unterstützern der Kunsthandwerklichen Arbeitsgemeinschaft schon seit Tagen fleißig dabei, im Museum Soltau alles vorzubereiten. Dort sind vom 29. November bis zum 22. Dezember etliche Arbeiten von insgesamt 36 Ausstellern zu sehen.

Alle Jahre wieder öffnet die Kunsthandwerkliche Arbeitsgemeinschaft die Türen des Heimatmuseums der Böhmestadt und lädt zur Weihnachtsausstellung mit Kreationen verschiedener Hobbykünstler ein. Und „Abnutzungserscheinungen“ gibt es bei der Veranstaltung auch nach mehr als zwei Jahrzehnten kaum: „2018 haben wir gut 1.800 Besucher gezählt“, freut sich Schlimkowski. „Insgesamt waren es aber noch mehr. Wir hatten in den Stoßzeiten nur keine Kapazitäten mehr, alle Gäste zu zählen.“

Großen Andrang erwarten die Organisatorinnen auch für die kommenden Wochen - immerhin hat die diesjährige Ausstellung wieder viel zu bieten: „Wer sich auf die Suche nach Geschenken macht, findet hier liebevoll gestaltete und ausgefallene Dinge fernab der Massenproduktion. Eine wundervolle Weihnachtswelt, in der wieder Neues wie Heideschmuck, Stoffdruck, Buchbinde-arbeiten, Holzdeko und Krippen neben traditionellem und bewährtem Kunsthandwerk zu sehen ist“, so Schlimkowski.

Und im Laufe der Ausstellung haben Besucher außerdem Gelegenheit, zwei Künstler live vor Ort zu erleben und ihnen in den Räumlichkeiten in der Poststraße 11 bei der Arbeit über die Schulter zu schauen: „Am Montag, dem 2. Dezember, werden Renate und Helmut Schmidt Silberbestecke entgegennehmen und diese auf Wunsch zu einem persönlichen Schmuckstück verarbeiten“, lädt Schlimkowski ein. „Und am Donnerstag, dem 5. Dezember, nimmt Manfred Ittrich Porzellan zur Fertigung von Etageren an.“

Das Team steckt übrigens nicht nur in der direkten Vorbereitungsphase viel Arbeit in das Projekt: „In den rund 14 Tagen Vorlauf sind wir allein gut eine Woche lang mit dem Aufbau beschäftigt“, erklärt Usadel. „Aber wir fertigen schon das ganze Jahr über schicke Tüten und Schleifen für die passenden Verpackungen“, fügt Weibel hinzu. Der Eintritt zur Weihnachtsausstellung im Museum Soltau ist auch dieses Jahr wieder frei, Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr.

Nun freuen sich die Organisatorinnen, dass es endlich losgeht - und nicht nur sie: „Viele Leute warten schon darauf, dass die Weihnachtsausstellung wieder startet“, so Schlimkowski. Besucher kommen übrigens nicht allein aus dem Heidekreis, sondern auch darüber hinaus - zum Teil weit darüber hinaus: „Wir hatten sogar schon Gäste aus den USA. Auch der NDR war schon bei uns und hat über die Ausstellung berichtet“, erläutert Schlimkowski. Eine „Werbemaßnahme“ mit direkter Wirkung: „Den Beitrag hatte damals eine Autofahrerin im Radio gehört, als sie nahe Soltau auf der A7 im Stau stand. Prompt hat sie die Ausfahrt genommen und kam zu uns“, freut sich die Organisatorin. Und es hat der Besucherin ganz offensichtlich gefallen: „Die Dame will die Ausstellung dieses Jahr erneut besuchen.“

Logo