Auf kulinarischer Weltreise

Infotermin für Projekt „Zusammen schmeckt‘s besser“ am 13. September

Auf kulinarischer Weltreise

ypisches Essen und Tischsitten aus dem Sudan oder Syrien, Gerichte und Gebräuche aus Russland oder Somalia, traditionelle Speisen und Tischsprüche aus dem Libanon oder Irak: Wer eine kulinarische Weltreise unternehmen möchte, fremde Speisen kennenlernen und dabei auch noch etwas über die Esskultur des jeweiligen Landes erfahren möchte, hat jetzt in Soltau Gelegenheit dazu. Ein neues Projekt des Familienzentrums macht‘s möglich: Unter dem Titel „Zusammen schmeckt´s besser- eine kulinarische Weltreise“, soll regelmäßig gekocht und gespeist werden. Am kommenden Freitag, dem 13. September, gibt es dazu eine Infoveranstaltung: Von 17 bis 19 Uhr in den Gemeinderäumen der St. Johanniskirche in der Bahnhofstraße, rückwärtiger Eingang.

Claudia Mekes, im Familienzentrum des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Soltau zuständig für internationale Eltern- Kindgruppen, und Elena Link Viedma, Migrationsberaterin für erwachsene Zugewanderte, die ihren Hauptwirkungsraum in Walsrode hat, aber montags auch eine Sprechstunde in Soltau anbietet, hatten die Idee für die monatlichen Treffen. Geboren ist sie aus der Arbeit der beiden Frauen, die in Gesprächen mit Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern gemerkt haben, dass doch manchmal ein Ort der Begegnung fehlt.

Vor Weihnachten gab es so etwas wie einen „Probelauf“: „Wir haben mit vielen Frauen und Kindern zusammen gebacken, das kam sehr gut an“, so Claudia Mekes. Und da solche gemeinsamen Küchenaktivitäten verbinden und die Möglichkeit bieten, sich unverbindlich kennenzulernen und sich auf neue Art zu begegnen, bot sich die Idee der kulinarischen Weltreise als Integrationshelfer geradezu an.

Geplant ist, dass jeweils eine Frau (oder ein Mann) sich bereiterklärt, für eines der monatlichen Treffen Rezepte für ein landestypisches Menue bereitzustellen. Danach wird im Vorfeld eingekauft. Am Freitagstermin kommen dann alle Interessierten in der Küche zusammen, um die Gerichte zusammen vor- und zuzubereiten, anschließend die Tafel im großen Pfarrsaal zu decken und natürlich auch zusammen zu essen.

Angesprochen sind alle, die neugierig sind auf fremde Kulturen und ungewöhnliche Speisen, unbekannte Gerichte und neue Rituale. Denn es soll nicht nur um das Essen selbst gehen, sondern auch um alles, was dazugehört: „Wir sind es gewohnt, mit Messer und Gabel zu essen, in vielen anderen Ländern kennt man das nicht, sondern isst mit dem Löffel, mit den Händen oder mit Brot statt Besteck“, erläutert Elena Link Viedma. Und Claudia Mekes ergänzt: „Vielleicht sitzen wir auch alle irgendwann mal auf dem Boden und nicht am Tisch, denn auch das ist in vielen Ländern Tradition.“ Doch es muss nicht nur exotisch sein. Auch Heidjer sind eingeladen, ihre typischen Gerichte und Traditionen vorzustellen. Vielleicht finden ja an einem Freitag auch Knipp und Bratkartoffeln viele neue Freunde ...

Um das Angebot möglichst niedrigschwellig zu halten, verzichten die Organisatorinnen übrigens komplett auf Anmeldungen zu den einzelnen Terminen. „Wenn dann unerwartet viele kommen, gibt es eben nur kleine Portionen, wenn es mal nur wenige sind, werden die Reste mitgegeben, so Mekes. Finanziert wird das ganze durch Fördergelder und einen kleinen Obolus von einem Euro pro Person oder fünf Euro pro Familie.

Und auch, wer nicht so gerne in der Küche tätig ist, ist willkommen, denn es sind sicher auch immer viele Kinder mit von der Partie, die sich im Vorfeld des Essens freuen, wenn jemand mit ihnen spielt oder etwas vorliest. Wegen der Kinder wurde auch der Freitagstermin gewählt: Da am nächsten Tag keine Schule ist, kann die Bettgehzeit etwas großzügiger ausgelegt werden. Um 16 Uhr sollen die Treffen beginnen. Für die Küchenarbeit sind grob zwei Stunden angesetzt, anschließend soll es ans Tischdecken und ans gemeinsame Essen gehen.

Im Oktober soll das Projekt starten.Um abzuschätzen, wieviel Interesse generell an der neuen Veranstaltungsreihe besteht, laden die Organsiatorinenn am 13. September um 17 Uhr zum Infotreffen in die hinteren Gemeinderäume der Kirche ein. Wer an dem Tag verhindert ist, kann sich unter der Mobilnummer 0171-8640733 (Elena Link Viedma) oder der E-Mail-Adresse Claudia.Mekes@evlka.de informieren.

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