Ballons platzten gegen Vorurteile

Aktion zum Internationalen Weltmädchentag in der Böhmestadt

Ballons platzten gegen Vorurteile

Vom wechselhaften Wetter haben sie sich nicht abschrecken lassen: Am 11. Oktober, dem Internationalen Weltmädchentag, bezogen Celine Meier, Nadia Hoveidar und Merle Burrasch am späten Vormittag ihre Position in der Soltauer Fußgängerzone am Rondell in der Marktstraße. Ziel der drei Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums „Gesundheit und Soziales“ Walsrode war es, auf noch immer bestehende Vorurteile gegen Mädchen und deren Diskriminierung hinzuweisen.

Aufgetreten sind die drei Schülerinnen als Unicef-Juniorteam. Diese Gruppen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) gibt es in vielen deutschen Städten: „In den Juniorteams finden sich Jugendliche zusammen. Sie haben die Aufgabe, mit Aktionen die Aufmerksamkeit auf Kinderrechte weltweit zu lenken und verstärkt darüber zu informieren, dass bis heute längst nicht allen Kindern die gleichen Rechte gewährt werden“, erläutert Celine. Die Soltauerin hat an vier Wochenenden in Köln die Ausbildung zur Juniorteamerin absolviert und dabei gelernt, wie sie eine eigene Gruppe effizient leitet und eigene Aktionen plant.

Eine davon war jetzt die zum Internationalen Weltmädchentag, der alljährlich auf die schwierige Situation von Mädchen in vielen Ländern der Welt aufmerksam machen und durch Kampagnen Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation aufzeigen soll. Um in der Soltauer Fußgängerzone ihren Teil dazu beizutragen, hatten Celine, Nadia und Merle für ihre Aktion „#JumpForGirls“ eine ganze Reihe blauer Luftballons im Gepäck: „Wir haben dabei Passantinnen und Passanten angesprochen und sie gebeten, herrschende Vorurteile gegenüber Mädchen auf einen Ballon zu schreiben. Danach sollten sie auf den Ballon springen, um ihn zum Platzen zu bringen und so symbolisch auch Vorurteile und Diskriminierung zu überwinden.“

Dafür konnte das Team eine Reihe von Soltauerinnen und Soltauer gewinnen. Wenn sie nicht wollten, mussten sie dabei allerdings nicht das Risiko eingehen, auf einem solchen Ballon auszugleiten und zu stürzen: Celine Meier hatte auch eine Nadel dabei, die die Ballons ohne Einsatz der Füße platzen ließ.

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