Bibliothek eingeweiht

Fast 1.100 Bücher und Spiele stehen den Klassen der Hermann-Billung-Schule Soltau nun zur Verfügung

Bibliothek eingeweiht

„Digitales Lernen“ über das Internet - in der Coronakrise blieb vielen Schulen und natürlich auch den Schülern nichts anderes übrig. „Doch nun haben wir endlich wieder ein ‚Gegengewicht‘ zu den vielen digitalen Inhalten der letzten Zeit“, freut sich Antje Kleinschmidt. Und die Rektorin der Hermann-Billung-Schule Soltau meint damit die neue Bibliothek der Einrichtung. „Unsere Bücherei ist nun endlich fertig geworden“, begrüßte Kleinschmidt am vergangenen Freitag Vertreter des Kollegiums und Fördervereins sowie der Stadt. Zur Einweihung waren, bei der Schüler der Klasse 4b das symbolische Band durchschnitten, waren auch Sponsoren und Unterstützer des Bibliotheksprojektes gekommen.

Knapp 1.100 Bücher und Spiele stehen den Mädchen und Jungen der Soltauer Grundschule in dem neu gestalteten Raum zur Verfügung. Beim Einrichten griff eine Tischlerei der Schule unter die Arme, baute ein Podest. Zudem verfügt die Bibliothek über Regale für die zahlreichen Medien, Highlight und Blickfang sind aber die Lese-Sessel im Mini-Format. Hier können die kleinen Bücherwürmer entspannt blättern und stöbern. „Ohne Bücher wäre das Leben einfach viel ärmer. Lesen ist wie ‚Kino im Kopf‘. Und dank der Hilfe aller beteiligten Akteure konnten wir diese Bibliothek in unsere Schule einrichten“, hebt die Rektorin hervor.

„Auch ich bin ein Fan des Buches“, so Helge Röbbert. Soltaus Bürgermeister ging noch einmal auf die Unterstützung durch Förderverein und Sponsoren ein. Neben der Volksbank Lüneburger Heide zählt auch der Lions-Club Lüneburger Heide zum Kreise der Unterstützer: „Mit der Idee sind wir bei den Lions offene Türen eingerannt“, freut sich Dr. Wolfram Franz. „Für mich war es zurückblickend eine der intensivsten Erinnerungen meiner Kindheit, dass ich plötzlich lesen und damit auch Schilder lesen konnte. So fand ich mich damals in Hamburg zurecht“, erinnert sich Franz. Heute gehe es zwar vielleicht mehr um das Zurechtfinden im „Word Wide Web“, doch: „Lesen ist ebenso der Zugang zur ‚Digitalen Welt‘.“ Geld für die Umsetzung hatte auch die Volksbank Lüneburger Heide zur Verfügung gestellt, deren Vertreter einen anderen Aspekt hervorhob: „Das Vorlesen fördert den Kontakt zum eigenen Kind“, so Jörg von Elling.

Begleitet wurde das Bilbliotheksprojekt unter anderem von Literaturpädagogin Ute Abendroth. Auch der Förderverein der Hermann-Billung-Schule leistete viel Schützenhilfe: „Wir konnten ein Budget von rund 4.000 Euro aufbringen“, erläutert Daniel Boldt. Der erste Vorsitzende des Fördervereins freute sich sehr, dass die Mitglieder sowie die Stadt und das Personal der Schule vom Hausmeister über die Lehrer bis hin zur Schulleitung alle voll hinter dem Projekt gestanden hätten. Finanzielle Hilfe habe es auch von einigen Spendern gegeben, so Boldt, „etwas schade ist, dass von der privaten Wirtschaft ansonsten so gut wie nichts kam.“

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