„Brazzo Brazzone“ und „Evelyn Kryger“

Soltauer Zeltfestival mit vielen Höhepunkten und Cajon-Workshop am 6. und 7. August im Schäfersort

„Brazzo Brazzone“ und „Evelyn Kryger“

Im Böhmepark wird das Zelt noch abgebaut, da wird an anderer Stelle am Rande von Soltau ein neues aufgeschlagen: Im ehemaligen Showpalast-Zelt im Schäfersort 38 treten am kommenden Wochenende, 6. und 7. August, insgesamt vier Gruppen auf, die für eine Stimmungsaufhellung in diesen Zeiten sorgen. Beim Festival im Zelt sorgen „Brazzo Brazzone“ - die einzige Italo-World-Groove-Brass-Band ihrer Art weltweit - am Samstag um 20.30 Uhr und die hannoversche Gruppe „Evelyn Kryger“ am Sonntag um 19 Uhr mit ihrem Hüpfburgjazz für Stimmung. Neben den beiden Haupt-Acts treten als Support am Samstag um 18 Uhr „Beyond Walden“ und Sonntag um 17 Uhr Heidi Joubert mit ihrem Gitarristen Jose auf. Karten gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf bei der Soltau-Touristik oder über die Webseite der Kulturinitiative Soltau, die das Festival ausrichtet. Die Veranstaltung wird von der Kreissparkasse Soltau finanziell unterstützt.

Es war im Jahre 2012 als eine renommierte Forschergruppe begann sich mit dem Phänomen „Brazzo Brazzone“ zu beschäftigen, nachdem dem Urenkel Daniele (alias Daniel Zeinoun) im Traum der Urgroßvater erschienen war. Anschließend fand er auf dem Dachboden zufällig das antikes Sousaphon (im Prinzip eine Wickeltuba) und die verschollen geglaubten Orginalnoten wieder. Nach diesem sensationellen Fund war klar, dass „Brazzo Brazzone“ ein Genie der 20er Jahre gewesen sein muss. Weil damals das Geld für eine Schallplattenproduktion fehlte, kann man sich nur noch entfernt vorstellen wie gigantissimo die Band geklungen hat. Dem World-Brass-Ensemble wurde die Aufgabe übertragen die mühsam entziffert Schriftstücke lebendig zu machen und möglichst authentisch zu rekonstruieren. Ziel der Forscher ist es die Wirkung der Musik an einem modernen Publikum auszuprobieren. Selbstverständlich spielen im nur Mitglieder der Famiglia Brazzone: Alle wuchsen mit der klassischen Brass Musica di Brazzone auf und können somit zu recht behaupten die einzige Band der Brazzo Infernale Tradition zu sein, die erahnen lässt, wofür Brazzo Brazzone in den 20er Jahren in Palermo stand.

Globalkitsch, Hüpfburgjazz, World-Fusion-Dysko und Five-to-the-floor - die Musik von „Evelyn Kryger“ schreit geradezu danach, den muffigen Genre-Katalog gegen wildere Assoziationen einzutauschen. Die Fünf verquirlen komplexe Songstrukturen mit ungewöhnlichen Grooves und kraftvollen Melodien zu einer Worldfusion im besten Wortsinn. Spielfreudig und frech, liebevoll und unerwartet fordert die Band das Publikum zu einer berauschenden Tanz-Reise durch ihre musikalischen Welten auf. Die Gruppe „Evelyn Kryger“ betreibe dabei Fusion in allen Varianten, lobt das Folker-Magazin: „Wunderbare Musiker haben sich hier getroffen, die gut miteinander können, und wenn sie das auch weiter tun, tatsächlich die Tanzmusik neu erfinden könnten. „Evelyn Kryger haben ein Album eingespielt - Billy Wolke, das berauscht und nicht nur von exquisiter Musikalität und einem tiefen Verständnis für die verquirlten Stilvarianten einmal quer von Ost nach Süd zeugt, sondern vor allem die Neugier und den Spaß am Material ausstellt. Das Resultat ist, wenn Sie die stilistische Entgleisung erlauben: geil.“

Heidi Joubert ist eine international anerkannte Cajon-Spielerin, bekannt als Pionierin des Cajons und eine der weltweit führenden Cajon-Pädagogen. Ihr beliebter YouTube-Kanal konzentrierte sich darauf, Menschen das Cajon-Spielen beizubringen, der derzeit über 120.000 Abonnenten mit über 17 Millionen Aufrufen ihrer Videokurse verzeichnet. Sie tourt regelmäßig durch die Welt und gibt Cajon Clinics, Workshops und Auftritte für viele etablierte Musikorganisationen, Unternehmen sowie Privatkonzerte. Ihre Website „cajonbox.com“ deckt alles über Cajon ab und verfügt über einen Webshop, der ihre eigene Marke von handgefertigten Cajons, „Cruz Cajon“, verkauft. 2016 ging ein Video von ihr viral, das spontan in der U-Bahn in Frankfurt entstand und erzielte über 100 Millionen Aufrufe. 2016 wurde sie Rolands internationale Percussion- und Elcajon-Demokünstlerin. Sie ist auch als prominente Singer-Songwriterin anerkannt, tourt mit ihrem Soloprojekt „Heidi Joubert Project“ um die Welt und bereitet derzeit die Aufnahme ihres Debüt-Soloalbums vor, das 2022 erscheinen soll. Sie hat mit vielen großartigen Musikern zusammengearbeitet. Sie wurde auch eingeladen, bei verschiedenen Veranstaltungen als „Person of Inspiration“ zu sprechen. Heidi ist derzeit nicht nur dabei, ihr erstes Album aufzunehmen, sondern hat gerade eine Reihe von Video-Lektionen veröffentlicht, ihre eigene „Moderne Methode für die Cajon“, die online auf ihrer Cajonbox-Website verfügbar ist: „Ich habe eine Leidenschaft für Musik, Kunst, den Austausch inspirierender Ideen, Lachen und verschiedene Kulturen aus der ganzen Welt und dafür, dass Musik in jeder Sprache eine wichtige Rolle spielt“, so die Künstlerin.

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