„Brennende Stille“ begeistert | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Foto von Melanie Welling überzeugt Jury beim Wettbewerb „1839 Awards“

„Brennende Stille“ begeistert

Ein toller Augenblick – und „klick“: Melanie Welling aus Soltau hat eine stimmungsvolle Szene in der Lüneburger Heide im Bild festgehalten und ihrer faszinierenden Aufnahme den passenden Namen „Burning silence“ (Brennende Stille) gegeben. Das stimmungsvolle Bild hat die 46-jährige Böhmestädterin beim internationalen Fotowettbewerb „1839 Awards“ eingereicht. Ihre Aufnahme überzeugte in der Kategorie „Amateure“ die aus internationalen Expertinnen und Experten aus Los Angeles, New York, Paris und Madrid bestehende Jury und schaffte es unter zahlreichen weltweiten Einsendungen in das internationale Finale, die sogenannte Shortlist.

Durch diese Nominierung steht die Soltauerin nun auch im Finale für den weltweiten Publikumspreis, den „People’s Vote Award“. Hier werden die Fotos öffentlich bei einer Online-Abstimmung vorgestellt und das Publikum kann weltweit für seine Favoriten „voten“. Über den Link www.1839awards.com/people-vote-award/burning-silence landen Interessierte direkt bei ihrer Aufnahme. Die Abstimmung läuft noch bis zum 7. Juni.

Der Online-Wettbewerb wird vom Creative Resource Collective (CRC) in Los Angeles, kurz CRC, ausgeschrieben. Dieses Kollektiv wurde im Jahr 2020 mit dem Ziel gegründet, wie es auf dessen Internetseite heißt, „Fotografen weltweit Ressourcen, Anerkennung, Sichtbarkeit und eine Gemeinschaft zu bieten.“ Benannt nach dem Jahr, in dem das Medium erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, sind die „1839 Awards“ eine Reihe von Wettbewerben, die Fotografinnen und Fotografen würdigt, die dieses Medium als Kunstform nutzen.

Obwohl Melanie Welling, die seit 2020 in Soltau lebt, bereits seit rund einem Jahrzehnt fotografiert, widmete sie sich ihrer Leidenschaft im vergangenen Jahr mit neuer Intensität und nutzt seither professionelles Equipment, um ihr Handwerk zu verfeinern. Wenngleich sie von der Makro- und Astrofotografie fasziniert ist, findet sie doch gerade in der Weite der Landschaft ihren stärksten künstlerischen Ausdruck. Wenn sie in Sachen Fotomotive in der Natur auf der Pirsch ist, hat sie unter anderem ihre Nikon P1100 dabei, eine 1,7 Kilogramm schwere Kamera mit einem fest verbauten Objektiv mit einem 125-fachen optischen Zoom.

Für die Soltauerin, die sich in Sachen Hobbys auch leidenschaftlich der Musik widmet, ist die Fotografie mehr als bloß das Festhalten eines Augenblicks – sie ist für sie vielmehr „eine Pause zwischen zwei Atemzügen“. Ihre Arbeiten laden den Betrachter dazu ein, genauer hinzusehen und die Schönheit im Subtilen – im oft Übersehenen – zu entdecken. Mit ihrer Fotografie möchte sie das kollektive Bewusstsein für den Wert und den Schutz der Umwelt stärken.

Das ist ihr auch mit der „Brennenden Stille“ gelungen. „Geschossen“ hat sie das Foto im März im Pietzmoor in Schneverdingen. Beim Streifzug durch die Moorlandschaft fand sie eine Stelle, die freie Sicht auf die untergehende Sonne bot, deren Orange, wie sie sagt, „durch den Saharastaub noch einmal verstärkt worden ist.“ Im Vordergrund seien die kahlen, noch winterlich anmutenden Bäume zu sehen. „Da habe ich das Stativ aufgestellt, die Kamera positioniert, die Sonne herangezoomt, auf die Symmetrie geachtet und abgedrückt“, so die Soltauerin.

Wer etwas Sehenswertes vor die Linse bekommen hat, möchte das gelungene Ergebnis natürlich auch gern anderen zeigen. Das macht Welling auf Instagram unter „Mellis Fotografie“ sowie bei Fotowettbewerben und Ausstellungen. Demnächst stellt sie ihre Bilder im Berliner Projekthaus „Feldfünf“ im Rahmen des „SPC Photo Awards“ aus. Ihr Talent wurde zudem kürzlich im Rahmen eines Online-Wettbewerbs auf „Photocrowd“ gewürdigt, bei dem sie unter 100 Einsendungen den fünften Platz belegte und eine besondere lobende Erwähnung der Fachjury erhielt.