„Brüche“ auf Büttenpapier

Künstler Hawoli zeigt Fotoarbeiten im Soltauer Museum

„Brüche“ auf Büttenpapier

Unter seinem bürgerlichen Namen Hans-Wolfgang Lingemann ist er längs nicht so bekannt wie unter seinem Künstler-Titel Hawoli. Noch bekannter sind freilich seine Werke, die der Bildhauer bereits im gesamten Heidekreis und darüber hinaus präsentiert hat. „Brüche“ heißt seine aktuelle Ausstellung, bei der Hawoli eine Auswahl seiner Fotoarbeiten im Soltauer Museum zeigt. Die Vernissage ist am Montag, dem 9. März, um 18 Uhr.

Robert Hollmann, erster Vorsitzender des Heimatbundes Soltau, wird die Gäste bei der Vernissage begrüßen, für ein Grußwort ist außerdem Landrat Manfred Ostermann vor Ort, eine Einführung in die Ausstellung gibt anschließend Literaturwissenschaftler Dr. Mario Fuhse. Doch auch der Künstler selbst ist bei der Vernissage anwesend. Ab dem 10. März ist „Brüche“ dann noch bis zur Finissage am 14. Juni im Soltauer Museum zu bewundern, und zwar zu den Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Der Bildhauer hatte bereits 2018 eine Auswahl dieser Arbeiten in Breidings Garten ausgestellt, „doch viele der rund 30 jetzt gezeigten Bilder waren bisher noch nicht zu sehen“, so Hawoli bei der Vorbereitung seiner aktuellen Ausstellung. Im Museum der Böhmestadt präsentiert er eine weitere Facette seines Schaffens: fotographierte Ansichten der von ihm in Steinbrüchen gefundenen Schnitt- und Sprengflächen. Die jeweiligen Gesteinsformation, die hierbei auf leicht abstrakte Weise kunstvoll in Szene gesetzt sind, dienten Hawoli als Materialquelle für viele seiner Stücke. Warum er Fotos von den schroffen Formation gemacht habe? „Weil mich Steinbrüche einfach faszinieren“, erklärt der Künstler.

„Über die Jahre habe ich Aufnahmen in unterschiedlichen Steinbrüchen in ganz Europa gemacht“, so Hawoli. Nicht digital, sondern mit Kamera und Film, „und vom Original-Negativ entstehen dann Abzüge auf Büttenpapier. Dabei habe ich flüssige, teils eingefärbte lichtempfindliche Emulsionen verwendet“, erläutert der Künstler. So lenkt er den Fokus auf die dem jeweiligen Gestein innewohnenden Strukturen und deren fließende Bewegungslinien - ein Kontrast zur schroffen Ästhetik des Steins. Der gezielt handwerkliche Eingriff - quasi als „malerischer Impuls“ - macht aus den Fotoarbeiten echte Unikate.

Logo