1.000-Euro-Spende für eine „Einrichtung mit Herz und Seele“

Bingo-Spieler vom Campingplatz „Auf dem Simpel“ und Betreiberfamilie unterstützen das Hospizhaus Heidekreis in Dorfmark

1.000-Euro-Spende für eine „Einrichtung mit Herz und Seele“

Eine Spende in Höhe von 1.000 Euro überreichten Peter und Angelika Charitonenkow kürzlich an den gemeinnützigen Verein Hospizhaus Dorfmark. Das Geld war bei Bingo-Nachmittagen auf dem Soltauer Campingplatz „Auf dem Simpel“ zusammengekommen, den Familie Charitonenkow betreibt. Stellvertretend für den Verein nahmen die Palliativmediziner Dr. Sirus Adari und Dr. Albrecht Werner, die im Hospizhaus die medizinische Behandlung der Gäste übernehmen, die Spende entgegen. Bei dieser Gelegenheit führten die Ärzte die Überbringer durch das Haus. „Es ist eine fantastische Einrichtung“, so Peter Charitonenkow. Er weiß, wie wichtig die Hospizarbeit ist: „In unserer Familie hat es schon zweimal den Fall gegeben, dass ein Hospiz in Anspruch genommen werden musste. In Dorfmark gibt es eine 24-Stunden-Rundum-Betreuung und ein sehr freundliches Team“, so Charitonenkow. Und seine Frau pflichtet ihm bei: „Es ist eine Einrichtung mit Herz und Seele, in der sich die Gäste in ihrer letzten Lebensphase sehr gut aufgehoben fühlen können.“

„Die Menschen, die hier als Gäste einziehen, haben wegen einer unheilbaren Erkrankung ihr baldiges Lebensende vor Augen. Für sie ist jeder neue Tag besonders wertvoll und sie wünschen und hoffen, dass sie diese wichtige Zeit ohne Leid in friedlicher und freundlicher Umgebung erleben dürfen“, betont Dr. Werner. Das engagierte Betreuungsteam des Hauses setze alles daran, diese Wünsche nach menschlicher Wärme und Nähe zu erfüllen. Meist sei der Grund für den Einzug in das Hospiz ein außergewöhnlich hoher Bedarf an pflegerischer und palliativmedizinischer Betreuung der Gäste. Trotz des Einsatzes der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung seien die Angehörigen der schwer Erkrankten manchmal an der Grenze der Belastbarkeit angelangt. „Dann ist es für sie ein großer Trost, zu wissen, dass ihr geliebtes Familienmitglied optimal versorgt wird, ohne dass sie sich selbst aufreiben müssen“, so Werner weiter.

Errichtet hat das Hospizhaus Heidekreis die Johanniterhaus Bremen gGmbH in Kooperation mit dem Verein Hospizhaus Heidekreis, der sich seit 2013 für dieses Projekt eingesetzt hat. Den Betrieb nahm das Hospiz am 22. Oktober 2018 auf. Wer in das von der Johanniterhaus Bremen gGmbH betriebene Hospizhaus einzieht, dem entstehen für den Aufenthalt keine Kosten. Diese werden zum großen Teil von der jeweiligen Krankenkasse getragen. Per Gesetz sind aber alle Hospizhäuser dazu verpflichtet, einen bestimmten Teil ihrer Kosten durch Spendengelder zu decken. „Diese Regelung erfährt auch dadurch Sinn, dass sich alle Menschen in der Region mit Spenden am Erhalt der Einrichtung beteiligen können und damit ihre Anerkennung und Verbundenheit mit ihren Zielen zeigen können“, unterstreicht Werner. Um die Arbeit des Hospizhauses langfristig zu unterstützen, haben der Verein Hospizhaus Heidekreis und die Johanniterhaus Bremen gGmbH eine unselbständige Stiftung gegründet. Das Spendenkonto: Volksbank Lüneburger Heide, IBAN DE 88 2406 0300 2463 4611 00, BIC GENODEF1NBU, Stichwort „Spende Hospiz“.

Laut Peter Charitonenkow, der die Bingo-Nachmittage organisiert, haben die Bingo-Spieler auf dem Campingplatz dieses Projekt besonders gern unterstützt, weil viele Campingplatzgäste Dr. Werner persönlich kennen. Einerseits seien die Bingo-Nachmittage eine nette Abwechslung für die Camper, andererseits wüssten diese, zugleich auch etwas für die gute Sache zu tun. „Und auch ich habe da Spaß dran. Solange ich fit bin, werde ich das fortsetzen“, so der 71jährige Soltauer. Angefangen hatte alles beim 50jährigen Bestehen des Campingplatzes im Jahr 2014.Familie Charitonenkow hatte damals alle Gratulanten darum gebeten, auf Blumen und Geschenke zu verzichten und stattdessen Geld zu spenden. „Damals haben wir dem Kinderhospiz Löwenherz 3.700 Euro und dem Tierheim Tiegen 3.500 Euro übergeben können. Das hatte sich also richtig für die Einrichtungen gelohnt und war für uns der Beweggrund, mit solchen Aktionen weiterzumachen“, erklärt Peter Charitonenkow.

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