DOS-Erweiterung: Amt leitet Raumordnungsverfahren ein

Beteiligungsverfahren gestartet / Städte, Gemeinden und Landkreise sowie Fachbehörden und -verbände und Öffentlichkeit sind zur Stellungnahme aufgefordert

DOS-Erweiterung: Amt leitet Raumordnungsverfahren ein

Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg hat das Raumordnungsverfahren (ROV) für die beabsichtigte Erweiterung des Designer Outlets Soltau (DOS) eingeleitet. „Als erster Schritt startet nun das Beteiligungsverfahren, das heute öffentlich bekannt gemacht wurde“, teilte Pressesprecherin Manuela Gaedicke vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg am gestrigen Mittwoch, dem 8. Juni, mit.

Die Stadt Soltau hatte zuvor die notwendigen Verfahrensunterlagen beim ArL Lüneburg eingereicht. Sie stehen jetzt auf der Internetseite des ArL Lüneburg zum Herunterladen bereit. Öffentliche Stellen wie zum Beispiel Städte, Gemeinden und Landkreise aus der Region sowie Fachbehörden und -verbände sind zur Stellungnahme aufgefordert. Auch die Öffentlichkeit hat bis zum 19. August dieses Jahres die Möglichkeit, Hinweise und Bedenken zum Vorhaben beim ArL Lüneburg vorzutragen.

Zur Vereinfachung des Verfahrens bittet das Amt darum, die Stellungnahmen in elektronischer Form an die E-Mail-Adresse rov-dos@arl-lg.niedersachsen.de zu senden. Die Verfahrensunterlagen sowie weitere Informationen zum ROV sind im Internet unter www.arl-lg.niedersachsen.de/rov-dos zu finden.

Die Stadt Soltau beabsichtigt, das DOS von bisher 9.900 auf 15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu erweitern und hat deshalb beim zuständigen Landwirtschaftsministerium in Hannover ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren beantragt. Das ist notwendig, weil die Verkaufsfläche im Landes-Raumordnungsprogramm bisher auf 10.000 Quadratmeter begrenzt ist (HK berichtete).

Ein erster Prüfschritt für größere Einzelhandelsprojekte dieser Art ist die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens. Diese Aufgabe fällt in die regionale Zuständigkeit des Amtes für regionale Landesentwicklung. Aufgabe des Raumordnungsverfahrens ist die Prüfung der Raumverträglichkeit des Vorhabens. Für die Erweiterung des Designer Outlets Soltau spielen dabei vor allem die Auswirkungen auf die regionalen Einzelhandelsstrukturen sowie auf die touristische Entwicklung eine zentrale Rolle. Hierzu hat die Stadt Soltau umfangreiche Gutachten erarbeiten lassen.

Ebenfalls Teil der Verfahrensunterlagen sind eine sogenannte Raumverträglichkeitsstudie sowie eine Verkehrsuntersuchung. Das spätere Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, die sogenannte Landesplanerische Feststellung, ist eine wichtige Grundlage für das sich anschließende Zielabweichungsverfahren, das vom Landwirtschaftsministerium durchgeführt wird.

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