„Der schwarze Dienstag: Warum ein Krieg mit Russland droht und wie die Bundesregierung ihn verhindern kann“ – so lautet das Thema des nächsten Vortrags im Rahmen der Reihe „Soltauer Gespräche“, der am 6. Mai um 20 Uhr in der Bibliothek Waldmühle in Soltau auf dem Programm steht. Verlieren die Menschen wegen der derzeitigen Kriege im Mittleren und Nahen Osten den Blick für den Ausgang des Ukrainekriegs, der für Deutschland und für Europa schicksalhaft ist? Dieser Frage wird Dr. Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Berliner „Tagesspiegels“ und preisgekrönter Journalist, bei den „Soltauer Gesprächen“ nachgehen.
Er befasst sich mit der Problematik in seinem gleichnamigen Buch und entwirft darin ein realistisches und tiefgreifendes Zukunftsbild, in dem sich Russland bis zum Jahr 2028 so gestärkt fühlen könnte, dass es einen Angriff auf ein NATO-Mitglied wie Litauen wagt – was automatisch eine Kriegssituation für Deutschland und die Allianz bedeuten würde. Dieses Ereignis bezeichnet er metaphorisch als den „schwarzen Dienstag“. In der Bewertung eines derart möglichen Ereignisses warnt Marschall vor deutscher Realitätsverweigerung – Deutschland habe in der Vergangenheit zu oft geopolitische Risiken falsch eingeschätzt oder verdrängt.
Wie aber sieht eine neue strategische Klarheit und Führung für Deutschland aus und welche Chancen zur Verhinderung eines Konfliktes bieten sich an? Der Abend in der Waldmühle gibt Gelegenheit, vertiefend in die brisanten Fragen einer Bedrohung durch Russland einzutauchen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Karten kosten 10 Euro und ermäßigt 5 Euro. Tickets sind in der Bibliothek Waldmühle, Telefonnummer (05191) 5005, zu den Öffnungszeiten erhältlich. Kartenvorbestellungen werden vom Team der Bibliothek Waldmühle oder auch per E-Mail an die Adresse kontakt@soltauer-gespräche.de entgegengenommen.