Eckige Seifenblasen, Silhouettenformen und „Kopfzerbrecher“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Ab 8. März Mitmachausstellung Mini-Mathematikum in der Filzwelt Felto in Soltau

Eckige Seifenblasen, Silhouettenformen und „Kopfzerbrecher“

Eckige Seifenblasen machen, Türme aufstapeln, Silhouettenformen nachbauen, Knobelaufgaben lösen, spiegelbildlich malen – all das und vieles mehr bietet das Mini-Mathematikum, das demnächst für vier Wochen in der Soltauer Filzwelt Felto zu erleben ist. Das Spiel mit Formen, Zahlen und Mustern vermittelt vom 8. März bis zum 9. April wieder ganz nebenbei zentrale mathematische Kategorien – und vor allem die Erfahrung: Mathe macht Spaß!

Das Mini-Mathematikum stammt aus dem (großen) Mathematikum in Gießen, dem weltweit ersten Mitmachmuseum zum Thema Mathe. Um die Faszination der Mathematik für möglichst viele Menschen (be-)greifbar zu machen, hat das Team um Professor Beutelsbacher interaktive Stationen entwickelt, die zum Teil als Wanderausstellungen auf Reisen gehen. Das Mini-Mathematikum ist dabei vor allem für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren konzipiert, hat aber auch für ältere Kinder und Erwachsene Spannendes zu bieten – in der Kita- oder Schulgruppe oder generationenübergreifend im Familienteam. Ab der zweiten Märzwoche zieht die Wanderausstellung für einen Monat in die Soltauer Filzwelt ein. Mehr als 20 verschiedene Stationen füllen dann das Dachgeschoss und laden Klein und Groß zum Ausprobieren ein. Von Fühlstationen für grundlegende Formvorstellungen über frei kreative Aufgaben bis zu „Kopfzerbrechern“ reicht die Bandbreite. Einige Stationen lassen hin sich am besten im Team bewältigen, andere allein. Als erstes zieht meist die Riesenseifenhaut die Aufmerksamkeit auf sich: Hier steigen Kinder in die Mitte eines mit Seifenlauge gefüllten Rings. Sobald sie an einer Schnur ziehen, erhebt sich aus dem Ring ein Reifen, und mit ihm steigt ein Seifenschlauch in die Höhe, bis er die Kinder komplett umgibt, immer enger wird – und schließlich platzt. Die Konstruktion ist groß genug, um auch Erwachsene einzuhüllen. Damit der Versuch gelingt, sind gutes Timing und ruhige Hände gefragt.

Auch an der nächsten Station geht es seifig zu: Wer hier verschieden geformte Drahtgestelle in kleine Eimer tunkt, zaubert überraschende Seifenformen hervor. Da schwebt zum Beispiel in der Mitte eines Gestells eine kleine pyramidenförmige Luftblase, aufgehängt an trapezförmigen Seifenhäuten.

Vorstellungsvermögen und Geduld sind bei der Schattenbaustadt gefragt: Da gilt es, die Silhouette einer Häuserreihe mit verschieden geformten Bauklötzen nachzubauen. An Knobeltischen warten gleich mehrere Puzzle- und Rätselaufgaben auf die Besucher. Auch für Erwachsene alles andere als einfach ist die Aufgabe, eine Kontur nachzuzeichnen, wenn man dabei die eigene Hand nur im Spiegel sehen kann. An einer anderen Station macht ein Spiegelhäuschen zum Hineinklettern anschaulich, wie eigentlich ein Kaleidoskop funktioniert.

Hinter den Ausstellungsstationen stehen ganz unterschiedliche Bereiche der Mathematik: Formen und Körper, Muster und Parkette, Minimalflächen, Kombinatorik. Die Ausstellung ist auch mit Blick auf Schulgruppen konzipiert – und verdeutlicht nebenbei, wie viel Mathe im Alltag der Menschen steckt.

Seit einigen Jahren heißt es in der Filzwelt regelmäßig: Osterzeit ist Mathezeit. Und so wissen die Organisatoren bereits aus eigener Erfahrung, wie sehr diese Form der spielerischen Vermittlung Kinder und Erwachsene begeistert. Die Ausstellungslaufzeit fällt zur Hälfte in die Schulzeit und zur anderen Hälfte in die Ferien. Das bietet sowohl für Familien als auch für Kindergruppen Gelegenheit zu einem Besuch. Damit möglichst viele Gruppen die Ausstellung nutzen können, öffnet die Filzwelt für Schulen und Kitas nach Vereinbarung bereits ab 8 Uhr. Für einen Gruppenbesuch ist eine Anmeldung dringend erforderlich, damit die Auslastung möglichst gut koordiniert werden kann. Anmeldungen werden telefonisch unter (05191) 9754943 oder per E-Mail an info@filzwelt-soltau.de entgegengenommen.

Für die Betreuung der Ausstellung werden noch Helferinnen und Helfer gesucht. Besondere mathematische Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Wer Lust und Zeit hat, einen halben Tag in der Ausstellung präsent zu sein und zum Beispiel gelöste Aufgaben immer wieder in die Ausgangsposition zu versetzen, kann sich gern in der Filzwelt melden.

Das „Mini-Mathemtaikum“ startet am 8. März und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Wochentagen für Gruppen bereits ab 8 Uhr. Vormittags haben Gruppen Vorrang vor Einzelbesuchern. Der Besuch der Ausstellung ist im Filzwelt-Eintritt enthalten. Für Gruppen gelten Sonderpreise.