Erinnern an Nazi-Überfall von 1933

Gewerkschafter legen Gesteck in Soltau nieder

Erinnern an Nazi-Überfall von 1933

Kurzfristig entschlossen sich Kollegen und Kolleginnen mehrerer Gewerkschaften und des DGB-Kreisvorstandes Heidekreis, am 1.Mai - wie jedes Jahr - auch diesmal der Opfer des Nazi-Überfalls von 1933 auf das genossenschaftliche Volkshaus der Soltauer Arbeiterorganisationen zu gedenken. "Wir haben uns in letzter Minute überlegt, das auch in diesem Jahr zu tun", erklärt GEW-Funktionärin Uschi Bock.

Eine Delegation von 19 Teilnehmern und Teilnehmerinnen legte ein Gesteck mit dem Schleifenaufdruck "Nie wieder Faschismus" unter der Erinnerungstafel im Hagen in Soltau nieder. Alle trugen Mund-Nasen-Masken und hielten auch beim Gruppenfoto reichlich Abstand.

Im Volkshaus gab es eine Suppenküche für Bedürftige. Mehrere Arbeitervereine pflegten hier ihre Musik und Kultur. Es war ein Haus der Solidarität, dass durch die Arbeitskraft und von dem Geld vieler Arbeiter und Arbeiterinnen erbaut wurde. Am 2. Mai 1933 wurde das Volkshaus durch die SA gestürmt und enteignet. Deutschlandweit wurden an diesem Tag viele Gewerkschaftshäuser zerstört und Gewerkschafter inhaftiert.

"Angesichts unsozialer Rechtsentwicklungen müssen wir die Erinnerung daran wach halten", betonte DGB-Kreisvorsitzender Charly Braun. Und weiter: „Wir laden alle dazu ein, in den nächsten Tagen den Hagen in Soltau zu besuchen. An der Hausecke Richtung Supermarkt-Parkplatz hängt hoch an der Wand die Erinnerungstafel an das Volkshaus.“

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