Knapp 2.000 „quietschgelbe Athleten“ stürzten sich am 12. September in Soltau von der Brücke nahe der Waldmühle ins Wasser, und nur die Strömung trieb sie an – allerdings nicht besonders schnell: Denn die Böhme plätscherte dieses Mal gemächlich vor sich hin, leitete die nummerierten Plastikenten nur langsam durch den ziemlich zugewucherten Fluss. Daher dauerte es rund eine ganze Stunde, bis die erste „Schwimmerin“ schließlich die Ziellinie überquerte. Für Veranstalter und Zuschauer, die für dieses Ereignis ausnahmsweise in den aktuell gesperrten Böhmepark durften, war es dennoch ein spannender Wettbewerb. So fieberten alle, die beim 8. Soltauer Entenrennen „ihr“ Gummitier auf den Weg geschickt hatten, natürlich mit – denn die schnellsten Enten bescheren tolle Preise für ihre „Halter“. Deren Startgeld kommt wiederum dem guten Zweck zugute: Der Erlös aus dem Losverkauf geht dieses Jahr an die Landjugend Soltau.
In den Vorjahren dauerte die mittlerweile schon traditionsreiche „Regatta“ nur etwa die Hälfte der Zeit: So waren die ersten Enten früher nach rund einer halben Stunde im Ziel, die letzten brauchten für die gesamte Strecke ungefähr doppelt so lang. Dieses Jahr ließ sich das gesamte Starterfeld mehr als 90 Minuten Zeit, bis die Helfer auch die Nachzügler am Endpunkt nahe des neuen Volksbankgebäudes in Empfang nehmen konnten.
Nicht geändert haben sich die Akteure, die das Soltauer Entenrennen einst an den Start gebracht hatten: Veranstaltet wurde auch die diesjährige Aktion vom Förderkreis des Rotary-Clubs Soltau und der Fördergesellschaft des Lions-Clubs Böhmetal Soltau. Zusammen mit zahlreichen Helfern hatten Dr. Tobias Wollny vom Rotary-Club und Dr. Jasper Forche vom Lions-Club das Event vorbereitet. Unterstützt wurden sie dabei von der DLRG-Ortsgruppe Soltau. Deren Streckenposten hüpften in Neoprenanzügen zusammen mit den Enten in die Fluten der Böhme – und die Helfer hatten stets fest im Blick, dass die schnellsten „Schwimmerinnen“ im Zieleinlauf ordnungsgemäß gewertet und anschließend auch alle wieder aus dem Wasser geborgen wurden.
Für die 35 Spitzenreiter des Rennens gibt es Gewinne, die „lahmste Ente“ erhält als Schlusslicht einen Trostpreis. Die drei Erstplatzierten, die sich über Soltau-Card-Gutscheine freuen dürfen, seien hier schon verraten: Für Platz 3 gehen 200 Euro an die Ente mit der Startnummer 1779, Vize-Meister wurde die Ente Nr. 1191, die damit 300 Euro für ihren „Halter“ holte, und für die Sieger-Ente mit der Startnummer 0898 gibt es einen Soltau-Card-Gutschein im Wert von 500 Euro. Die restlichen Nummern der Gewinnerlose sind bereits unter www.entenrennen-soltau.de online veröffentlicht. Auf der Internetseite finden sich auch weitere Details zur Siegerehrung und zur Abholung der Gewinne. Die offizielle Preisübergabe findet übrigens am kommenden Dienstag, dem 22. September, um 18 Uhr in der Volksbank Soltau statt.
Gewonnen hat bei der achten Auflage des Entenrennens auf jeden Fall eine Gruppe: die Landjugend Soltau. Ihr möchte das Organisationsteam die Erlöse der diesjährigen Aktion stiften. Die Landjugend will das Geld unter anderem für ihre Arbeit vor Ort sowie für die im kommenden Jahr anstehende 72-Stunden-Aktion nutzen. Bei der erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn eine Aufgabe, für deren Umsetzung sie dann drei Tage Zeit haben. Entsprechendes Material und Unterstützung müssen die Gruppen dann kurzfristig über Spenden organisieren, damit schließlich innerhalb von 72 Stunden etwas Nützliches für die Allgemeinheit – beispielsweise Grillhütten, Wetterschutzanlagen oder Bänke – entsteht.