Zu einer „unklaren Rauchentwicklung mit Feuerschein an einem Gebäude“ wurde am gestrigen Donnerstagmorgen, 14. Mai, um 4.46 Uhr die Ortsfeuerwehr Soltau alarmiert. Noch während die ersten Einsatzkräfte auf dem Weg zum Einsatzort in der Walsroder Straße waren, wurde durch die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle gemeldet, dass es ein bestätigtes Feuer im Außenbereich gebe und sich im angrenzenden Gebäude vermutlich noch Personen befänden.
Wie Feuerwehrsprecher Lennard Heyn berichtet, wurden wegen der Erhöhung des Einsatzstichwortes auf „Menschenleben in Gefahr" zudem die Feuerwehren Marbostel, Meinern-Mittelstendorf mit der Hygienekomponente und Wolterdingen zur Organisation der Atemschutzsammelstelle alarmiert.
„Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge standen ein Carport und zwei dort geparkte Fahrzeuge in Vollbrand. Das Feuer griff bereits auf den Balkon des anliegenden Wohnhauses über. Ein Trupp ging zur Personensuche in das Gebäude und ein weiterer verhinderte zeitgleich mit einem Rohr den Feuerübergriff auf das Wohnhaus“, so Heyn. Glücklicherweise habe sich keine Person mehr im Haus befunden.
Ebenfalls an der Einsatzstelle waren die Polizei, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Stadtbrandmeister. Die Bewohner wurden durch den Rettungsdienst betreut.
Wie eine Polizeisprecherin ergänzend berichtet, hatte ein Nachbar das Feuer bemerkt und umgehend die Feuerwehr- und Einsatzleitstelle informiert. „Durch das schnelle Einschreiten der Feuerwehr und der eingesetzten Polizeikräfte konnten alle Bewohner das Gebäude rechtzeitig verlassen. Vier Bewohner erlitten leichte Verletzungen durch Rauchgasintoxikationen und wurden vor Ort medizinisch versorgt.“
Die Carportanlage sei durch das Feuer vollständig zerstört worden. „Zudem wurden die darunter abgestellten Pkw erheblich beschädigt. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung entstanden außerdem Schäden an zwei weiteren Fahrzeugen, die in unmittelbarer Nähe geparkt waren. Auch die Fassade des Mehrparteienhauses wurde in Mitleidenschaft gezogen“, heißt es im Bericht der Polizeisprecherin. Und weiter: „Nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen durch die Feuerwehr können die Wohnungen weiterhin bewohnt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern derzeit an. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 250.000 Euro geschätzt.“