Erfahrungen beim Ausrichten großer Veranstaltungen haben sie bei ihrer Reihe „Soltau zeigt sich...“ in den vergangenen Jahren bereits reichlich gesammelt. Verbindendes Element bei den einzelnen Aktionen zu verschiedenen Themengebieten war stets ein (kleiner) Flohmarkt am Rande. „Das war immer ein Publikumsmagnet“, erklärt Alice Petrik, die als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Soltau auch dieses Mal die Organisatorinnen Christina Kretschmer und Britta Finder begleitet. Gemeinsam rücken sie den Flohmarkt nun in den Mittelpunkt, geben ihm aber eine besondere Ausrichtung: „Es wird ein Flohmarkt von Frauen für Frauen – und für den suchen wir noch Mitstreiterinnen“, ruft Petrik auf, sich für die Veranstaltung anzumelden. Der Frauen-Flohmarkt am 27. November von 16 bis 19 Uhr in der Alten Reithalle in Soltau solle gleichzeitig auf einen anschließenden Besuch des Weihnachtsmarktes in der Böhmestadt einstimmen, hebt das Team hervor.
Ein Flohmarkt, bei dem ausschließlich Frauen Gebrauchtes an den Ständen anbieten, das sei grundsätzlich keine neue Idee, so Kretschmer: „Doch in Soltau gab es so etwas bisher noch nicht.“ In anderen Städten und Gemeinden, ergänzt Petrik, liefen solche Aktionen bereits sehr erfolgreich. Somit wollen die drei Initiatorinnen jetzt also in Soltau ein solches Format starten – „und wenn es Erfolg hat, natürlich im kommenden Jahr auch gern wiederholen“, so Petrik.
Daher hofft das Team jetzt auf viele Anmeldungen: Wer sich mit einem Stand beteiligen möchte, sollte sich bis spätestens 15. November anmelden, und zwar direkt bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Soltau an alice.petrik@stadt-soltau.de per E-Mail.
Zwischen 40 und 50 Stände, so schätzt Petrik, sollten in der Alten Reithalle Platz finden. Und niemand müsse mit Möbeln anrücken, fügt Kretschmer hinzu: „Tische und Stühle sind vorhanden.“ Finder rät allerdings jenen, die Kleidungsstücke an ihrem Stand ordentlich auf Bügel aufgehängt präsentieren möchten: „Lediglich einen Kleiderständer muss jede Anbieterin selbst mitbringen.“
Neben Kleidung dürfen natürlich auch Taschen, Schuhe und Accessoires und mehr angeboten werden – „eben alles rund um Mode und Lifestyle“, ist sich das Team einig. „Wir möchten mit dem Frauen-Flohmarkt den Dingen, die zu Hause nicht mehr gebraucht werden, eine zweite Chance geben, anstatt ungenutzt im Schrank zu liegen oder weggeworfen zu werden. Somit wollen wir auch für mehr Nachhaltigkeit werben“, hebt Petrik hervor.
Es gehe aber nicht allein ums „Shoppen“ schicker Second-Hand-Sachen, sondern auch um den sozialen Aspekt, meint Kretschmer: „Wir wünschen uns natürlich viele schöne Treffen und einen regen Austausch an den Ständen und unter den Besucherinnen.“ Es solle ein unkomplizierter, gemütlicher Nachmittag werden, bei dem Frauen miteinander ins Gespräch kommen, stöbern und handeln können.
Bleiben die Plätze hinter den Ständen ausschließlich Frauen vorbehalten, so müssen Gäste übrigens nicht zwingend weiblich sein: „Natürlich dürfen auch Männer den Flohmarkt besuchen, alle sind willkommen“, lädt Finder ein.
Der Eintritt ist zudem frei, und für das leibliche Wohl wird mit Snacks und Getränken gesorgt sein.