Freude über Rezertifizierung

BBS Soltau erneut ausgezeichnet als Europaschule

Freude über Rezertifizierung

„Europa spielt für die Berufsbildenen Schulen (BBS) Soltau eine besondere Rolle, auch in der Pandemie“, unterstrich Annette Ruelius-Mangold. Daher sei die Freude umso größer gewesen, so die Projektkoordinatorin in ihrer Mitteilung, „dass die zweite Rezertifizierung unserer Schule als Europaschule mit einem Jahr Verspätung nachgeholt werden konnte.“ Die Schule erzielte dabei ein stolzes Ergebnis mit 135 von 140 Punkten. „Darüber hinaus haben die BBS Soltau ihre vielfältigen Aufgaben am Europatag vorgestellt und mithilfe einer hybriden Veranstaltung Auszubildenden im Erasmusprogramm und den Botschafterinnen und Botschaftern des Europäischen Parlaments an unserer Schule Würdigung für ihre Aktivitäten und ihr Engagement zukommen lassen.“

„Gelebte Europaschule“ war das Motto der Veranstaltung zum diesjährigen Europatag der BBS Soltau (HK berichtete). Bei der hybriden Veranstaltung unter strengen Hygieneregeln konnte Gaby Tinnemeier sowohl die anwesenden Gäste als auch zahlreiche digital zugeschaltete Teilnehmer begrüßen. Sie tat dies als Schulleiterin, aber auch als Vertreterin eines gemeinnützigen Vereins für Berufsbildende Einrichtungen in Europa (European Forum for Vocational Educational Training EfVET).Sie hob den Einsatz aller Mitwirkenden hervor, insbesondere des Europa- und Organisationsteams mit Manuel Gutschke, Tina Stößel und Catarina Kaiser unter der Leitung von Annette Ruelius-Mangold und dem Team der Europabotschafterinnen und -botschafter unter Leitung von Jana Ziegler. „Mittlerweile gibt es einen eigenen Botschaftsteamarbeitsraum und viele Projekte, die umgesetzt wurden, wie ein kleiner Werbefilm, ein digitales EU-Quiz und einen sogenannten ‚escape room‘ in Planung“, so die Mitteilung.

Hybrid zugeschaltet waren Ministerialdirigentin Melanie Walter, Abteilungsleiterin für Beruflliche Bildung im Kultusministerium. Sie stellte die überdurchschnittlichen Aktivitäten der BBS Soltau heraus, nicht zuletzt die Anerkennung als „Klischeefreie Schule“, die durch die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerschulen durch Kultusminister Grant Hendrik Tonne im Herbst vergangenen Jahres verliehen wurde und zuletzt die Akkreditierung der Schule mit dem Exzellenz-Siegel für die Durchführung des europäischen Bildungsprogrammes Erasmus+.

Weiterhin auf digitalem Weg überreichte Christoph Pohlmann als Abteilungsleiter Europa des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung seine Wünsche. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Netzwerken der Schule und den Ausbildungsbetrieben im Sinne eines gemeinsamen Arbeitsmarktes Europas und der konstruktiven Förderung Auszubildender.

Lena Düpont, Abgeordnete des Europäischen Parlaments für die EVP unterstrich das Engagement der Schülerinnen und Schüler des Teams der Juniorbotschafter für das Europäische Parlament. Sie konnte einige der Botschafterinnen und Botschafter noch vor der Pandemie live begrüßen, die auf Einladung der Politikerin zu einem Besuch nach Brüssel reisen konnten.

Im weiteren Teil der Veranstaltung wurden „Europässe“ an Auszubildende verschiedener Ausbildungsberufe vergeben, die in einem der Partnerländer unterwegs waren. „Beindruckend waren hier die Praktikumsberichte der Werkzeugmechanikerin Nina Pohl von der Firma G. A. Röders und Sirko Raake von der R. Ehlers GmbH &Co.KG in Schneverdingen. Beide sprachen die dringende Empfehlung aus, diese Chance zu einem Austausch zu nutzen“, Ruelius-Mangold in der Mitteilung. Hendrik Bettenhausen, Lehrkraft und Teamleiter Einzelhandel, sammelte Eindrücke und Erfahrungen in einem Supermarkt einer estnischen Insel und betonte die Einmaligkeit dieses Praktikums im Rahmen des „Job-Shadowing“ für Lehrkräfte.

Kathrin Phielipeit, die zuständige Dezernentin für Berufliche Bildung des Regionale Landesamtes für Schule und Bildung in Lüneburg, übergab die bereits 2020 erlangte Urkunde über die Rezertifizierung als Europaschule in Niedersachsen. „Damit wurden die BBS Soltau zum dritten Mal in Folge als Europaschule ausgezeichnet und mit 135 von 140 maximal erreichbaren Punkten besonders hoch bewertet“, freute sich Ruelius-Mangold.

Und weiter: „Zu guter Letzt gab es Urkunden für die zum Teil wiederholt erfolgreichen Preisträger des Europäischen Wettbewerbs 2020 und 2021, an dem die Schülerschaft der BBS seit vielen Jahren ohne Unterbrechung erfolgreich teilnimmt. Die Gewinnerin Mia Werner hat sich in einem fiktiven Brief an Schülerinnen und Schüler gewandt, indem sie an deren Einsparung von CO2 im alltäglichen Leben appelliert und ihr Mitschüler Lorenzo Bloch erhielt eine Auszeichnung zur herausfordernden Aufgabe wie Martin Luther heutzutage seine Anschlagthesen formuliert hätte.“

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