„Geschichte vom Soldaten“ und Sommerserenade mit „Alsterbrass“

Zwei besondere Konzerte beim Festival „Soltau macht Töne“ am 3. und 5. September

„Geschichte vom Soldaten“ und Sommerserenade mit „Alsterbrass“

Das Festival „Soltau macht Töne“ wurde vergangenen Samstag von Heide Joubert eröffnet und die Ausstellung der Instrumentenbauer im Museum ist auf großes Interesse gestoßen. Dieses Festival ist eine Kooperation zwischen der Kultur Initiative, des Kulturvereins und des Heimatbundes der Stadt Soltau. Im Rahmen des Festivals stehen nun zwei weitere, ganz besondere Konzerte auf dem Programm, bei denen Musiker aus Hamburg und Hannover auftreten, die allesamt gestandene Profis auf ihren Instrumenten sind und sich aus den großen Konzert- und Opernhäusern dieses Landes kennen.

Am Freitag, den 3. September, um 19 Uhr kommt Stravinskys „Geschichte vom Soldaten“ in die „Tonhalle“ Soltau (in Weiher vor den Toren der Böhmestadt): „Das kalte Ambiente der Industriehalle passt perfekt zu der spröden Musik von Igor Stravinsky. Es musizieren sieben Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten: eine Violine, ein Kontrabass, Klarinette und Fagott, Trompete, Posaune und ein Schlagzeug“, so Sönke Klegin vom Kulturverein Soltau. Als Igor Strawinsky 1917 die "Geschichte vom Soldaten" konzipiert, lebte er im Exil am Genfer See: „Die Auswirkungen des Krieges waren auch in der Schweiz zu spüren, die Theater blieben geschlossen, eine Situation, die wir auch im vergangenen Jahr erlebt haben. Aus der Not heraus legte Strawinsky sein musikalisches Märchen so schlicht und klein besetzt wie möglich an – ein Gebot der angespannten finanziellen Situation, aber auch der neuen ‚Ästhetik der Einfachheit‘, welche durchaus in unsere aktuelle Krise passt. Strawinskys Musik spielt mit einer knallbunten Mischung aus Tango, Pastorale, Marsch, Walzer, Ragtime und Choral, aber alles etwas schief. Pulsierende Farben, Lebensfreude und am Schluss holt den Soldaten dann der Teufel doch“, so Klegin, der auch stellvertretender Leiter der Heidekreis-Musikschule ist. Den Text beim Konzert liest der bekannte Schauspieler Christian Intorp, bekannt aus dem Tatort und der TV-Serie „Dogs of Berlin“.

Am Sonntag, den 5. September, gibt es um 17 Uhr im Röders-Hof neben der Filzwelt eine Sommerserenade, gespielt von zehn Blechbläsern: Das Ensemble „Alsterbrass“ aus der Großregion Hamburg bringen ihre Instrumente im alten Innenhof der Röders Filzfabrik „zum Strahlen“ unter der Leitung von Sönke Klegin: „Das Ambiente im Röders-Hof hat einen ganz besonderen Charme und ist für einen lauen, unterhaltsamen Sommerabend der perfekte Rahmen für diese prächtige Besetzung“, freut sich Klegin. Und weiter: „Das Programm ‚Annäherung‘ spiegelt unsere Situation der letzten Wochen und Monate wider: Zuerst stehen nur drei Musiker auf der Bühne, dann gesellen sich immer weitere Musiker hinzu, bis zum Schluss zehn Blechbläserinnen und Blechbläser die ganze Klangpracht entfalten. Dabei sind prachtvolle Werke von J.S. Bach zu hören, aber auch jazzige Stücke wie Summertime von G.Gershwin.“

Karten für die Konzerte gibt es im Vorverkauf bei der Soltau-Touristik oder an der Abendkasse. Es gelten die 3G-Regeln.

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