Seit vielen Jahren ist sie ein fester Bestandteil der Stadt und eine beliebte Anlaufstelle für Freizeit, Gesundheit und Erholung: die Soltau-Therme. Am vergangenen Dienstagabend wurden wichtige Weichen für ihre Zukunft gestellt. In seiner öffentlichen Sitzung hat der Rat der Stadt Soltau den Grundsatzbeschluss für eine umfassende Sanierung und Weiterentwicklung der Therme gefasst. Damit fällt der Startschuss für das größte Sanierungsprojekt in der Geschichte der Freizeiteinrichtung. Die Stadtwerke Soltau wurden mit der Gesamtprojektleitung beauftragt und können, wie es in einer Mitteilung des kommunalen Energieversorgers heißt, „nun die konkreten Planungen aufnehmen. Für die Umsetzung wurde ein Kostenrahmen von maximal 25 Millionen Euro festgelegt.“
Im Mittelpunkt der geplanten Sanierung steht laut Stadtwerken der Solebereich. Gebäude und Technik seien mittlerweile mehr als 35 Jahre alt und aufgrund des hohen Salzgehaltes in Luft und Wasser besonderen Belastungen ausgesetzt. „Trotz regelmäßiger Wartungsarbeiten und fortlaufender Investitionen in die Infrastruktur haben die altersbedingten Mängel in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Mit der Sanierung sollen die Voraussetzungen für eine langfristige Nutzung der von den Stadtwerken selbst geförderten Sole geschaffen werden“, heißt es in der Mitteilung. Gleichzeitig solle die Soltau-Therme in den Bereichen Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Raumkonzept und Nutzerfreundlichkeit modernisiert werden.
„Für die breite – nahezu einstimmige – Unterstützung des Rates sind wir dankbar und können nun zügig die nächsten Schritte für dieses große und anspruchsvolle Projekt angehen. Wir wollen dieses dafür nutzen, die Soltau-Therme insgesamt fit für die Zukunft zu machen und dem Solebad eine neue, attraktive Perspektive zu geben. Auf die vor uns liegenden Aufgaben freuen wir uns sehr“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Daniel Töpfer noch am Abend am Rande der Ratssitzung im alten Rathaus. Der konkretisierte finanzielle Rahmen in Höhe von maximal 25 Millionen Euro teilt sich mit 10 Millionen Euro auf die Stadtwerke und weiteren 15 Millionen Euro auf die Stadt auf. „Das wird eine große finanzielle Kraftanstrengung, die nur gemeinsam von Unternehmen und Gesellschafterin gestemmt werden kann. Klar ist für uns, dass sich die Planungen an Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit orientieren und mit dieser Prämisse legen wir im kommenden Jahr beschlussreife Projektunterlagen vor“, so Töpfer.
Bis zum Jahresende soll im Rahmen eines Vergabeverfahrens ein geeignetes und leistungsstarkes Architekturbüro ausgewählt und beauftragt werden. Im ersten Halbjahr 2027 ist im Zuge der Vorplanung die Erarbeitung eines ersten Entwurfs vorgesehen. Auf dieser Grundlage werden die Planungen weiter konkretisiert und nach Beschlussfassung durch die kommunalpolitischen Gremien ein konkretes Umsetzungskonzept angegangen.
„Parallel zur Sanierung soll auch die Weiterentwicklung des Therme-Standorts vorangetrieben werden. Dazu gehört die weitere Projektierung eines angebundenen Hotels, mit der die Stadtwerke ebenfalls beauftragt wurden“, macht Nicola Sausse deutlich, die als Projektleiterin bei den Stadtwerken für dieses Thema verantwortlich ist. Als vom Rat dafür favorisierte Flächen stehen derzeit der Vorplatz der Soltau-Therme sowie der angrenzende Parkplatz im Fokus. Das Hotel soll dabei nicht durch die Stadtwerke selbst errichtet oder betrieben, sondern projektiert und später durch einen privaten Investor und Betreiber realisiert werden.