Heide-Park öffnet am 1. Mai

Geschäftsführerin Sabrina de Carvalho: „Wir sind bestens vorbereitet“

Heide-Park öffnet am 1. Mai

Nachdem das Verwaltungsgericht Lüneburg der Klage der Betreiber stattgegeben hatte, öffnet der Heide-Park seine Tore und startet am 1. Mai mit 35tägiger Verspätung in die Saison. „Wir freuen uns riesig unseren Gästen wieder Spaß und Abenteuer und eine willkommene Abwechslung zum Alltag bieten zu können. Wir sind bestens vorbereitet und haben uns der Situation durch unser umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept optimal angepasst. Dieses hat bereits in der vergangenen Saison gezeigt, dass unsere Gäste bei uns ein sicherer Aufenthalt erwartet“, so Sabrina de Carvalho, Geschäftsführerin des Freizeitparks.

Die Öffnung des Freizeitparks ist wegen der Corona-Pandemie freilich an strenge Auflagen gebunden. „Zur Minimierung des Infektionsrisikos haben wir auch in diesem Jahr gezielte, teilweise von der Regierung verordnete Maßnahmen ergriffen, wie Maskenpflicht in den Attraktionen, Wartebereichen und Shops sowie Abstandsregelungen von 1,5 Metern. Aus diesem Grund haben wir auch die Besucherkapazität angepasst“, erläutert de Carvalho.

Und so benötigt jeder Gast zwingend ein datiertes Online-Ticket. „Damit stellen wir Rückverfolgbarkeit und Kapazitätsmanagement sicher“, betont die Geschäftsführerin: „Außerdem ist der Zutritt für unsere Gäste ab sechs Jahren nur mit einem negativen COVID-Test möglich. Unsere Mitarbeiter stehen jedem Gast bei Fragen jederzeit gern zur Verfügung. Wir blicken nun optimistisch in diese Saison. Sicherlich wird auch in diesem Jahr der Besuch eines Freizeitparks immer noch anders sein als gewohnt. Wir bitten unsere Besucher, sich vor ihrem Aufenthalt bei uns dringend auf unserer Homepage über Auflagen und Änderungen zu informieren.“

Besucher des Heide-Park-Resorts haben die Möglichkeit, sich kostenpflichtig in der „Drive-In“-Teststation des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) auf dem Busparkplatz der Anlage testen zu lassen. Alternativ können sie aber auch ein negatives Testergebnis (PCR- oder Antigen-Test von Arzt oder Apotheke) mitbringen, das nicht älter als 24 Stunden (PCR) bbeziehungsweise zwölf Stunden (Antigen) sein darf. Das negative Testergebnis muss zusammen mit dem Ausweis vorgelegt werden.

Für Gäste, die bereits eine seit mindestens 15 Tagen vollständig abgeschlossene Impfdokumentation vorlegen können, entfällt die Testpflicht. Besucher werden nur mit einem tagesgebundenen Online-Ticket in den Park gelangen können, einen Verkauf an der Tageskasse gibt es nicht. Zusätzlich zu den behördlichen Auflagen bietet das Resort seinen Gästen die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens und hat mehr als 120 Desinfektionsmittelspender an vielen Orten im Park installiert.

Die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Lüneburg hatte mit Beschluss vom 20. April in einem Eilverfahren vorläufig festgestellt, dass die Betreiber des Heide-Parks Soltau ihren Freizeitpark unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts öffnen dürfen. Die Kammer war zu der Überzeugung gelangt, dass das Öffnungsverbot der Heide-Park-Betreiber angesichts des von ihnen erarbeiteten umfassenden Hygienekonzepts in ihrem Recht unverhältnismäßig einschränke. Das vom Heide-Park erarbeitete Hygienekonzept, das insbesondere Test- und Maskenpflicht, ein Testzentrum sowie Zugangsbeschränkungen auf 50 Prozent der Maximalkapazität vorsehe, verhindere die Virusverbreitung „ähnlich effektiv wie eine Schließung“. Zusätzlich zum Hygienekonzept müsse der Freizeitpark jedoch dafür Sorge tragen, alle im Publikumsbereich eingesetzten Mitarbeiter vor Arbeitsantritt auf eine Covid-Infektion zu testen.

Setze der Freizeitpark diese Maßgaben um, so eine Sprecherin des Gerichts, könne der Besuch des Freizeitparks - wie der Besuch eines Tierparks oder eines Zoos auch - „mit einem Spaziergang verglichen werden, soweit sich die Gäste zwischen den Fahrgeschäften fortbewegten.“ Soweit es an bestimmten Orten zum Verweilen und Warten von Besuchern kommen könne, sei durch das Hygienekonzept sichergestellt, dass sich keine infektionsrelevanten Menschenansammlungen bildeten. Insofern sei im Hinblick auf die Infektionsgefahr auch kein qualitativer Unterschied zu den in der Niedersächsischen Corona-Verordnung vorgesehenen „Modellprojekten“ und „Modellprojekten Messen“ zu erkennen, deren Sicherheitsanforderungen in der Niedersächsischen Corona-Verordnung geregelt seien. Vielmehr habe der Heide-Park den Vorteil, dass der Betrieb fast ausschließlich im Freien stattfinde.

Das Team des Heide-Parks weist darauf hin, das der Freizeitpark voraussichtlich bis 31. Oktober täglich geöffnet sei.

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