Mit August Freudenthal auf „Heidefahrt“ nach Soltau: Wolfgang Brandes lädt Interessierte für den 29. März um 15 Uhr in den Ratssaal im alten Soltauer Rathaus ein, auf den Spuren von August Freudenthal eine „Heidefahrt nach Soltau und in die Heimat der Billunger“ zu unternehmen. Anschaulich wird bei dieser Veranstaltung der Freudenthal-Gesellschaft Soltaus Stadtentwicklung im Laufe der Jahrhunderte skizziert und auf Sagen aus der Region eingegangen. Der Eintritt ist frei.
Vor 175 Jahren, am 2. September 1851, wurde in Fallingbostel der Schriftsteller August Freudenthal geboren. Er sollte Lehrer werden, doch seine Neigung zur Literatur gab dann den Ausschlag, dass er in Bremen Mitarbeiter der „Bremer Nachrichten“ wurde. Neben seiner journalistischen Tätigkeit, zu der auch die Herausgabe der weitverbreiteten Halbmonatsschrift „Niedersachsen“ gehörte, veröffentlichte er Gedichte und Erzählungen, einige davon auch Plattdeutsch. Bekannt geworden ist er aber vor allem durch seine in vier Bänden erschienenen „Heidefahrten“.
Solche Fahrten, über die er zunächst in den „Bremer Nachrichten“ schrieb, bevor sie in den vier Büchern zusammengefasst wurden, veranstaltete er mit Bremer Freunden. Frühmorgens ging es mit der Bahn von der Hansestadt aus in die Heide, in der dann bis zur Abfahrt des letzten Zuges markante und historisch bedeutsame Punkte besucht wurden. Das war um 1880 noch keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Deshalb sieht es August Freudenthal im Vorwort zum ersten Band der „Heidefahrten“ als seine Aufgabe an, „für die so oft mit Unrecht geschmähte, weil verkannte Lüneburger Heide auch in weiteren Kreisen Interesse zu erwecken.“
Durch das Zusammentragen einer Fülle von geschichtlichem und volkskundlichem Material gelang ihm das hervorragend. Ja, seine „Heidefahrten“ konnten auch „den Bewohnern jener Gegend als ein willkommener Beitrag zur Heimathskunde erscheinen“.