„Gut aufgestellt ins neue Haus“

Heidekreis-Klinikum: Neuigkeiten aus der Unfallchirurgie und Orthopädie

„Gut aufgestellt ins neue Haus“

Neuigkeiten aus der Unfallchirurgie und Orthopädie verkündete jetzt das Heidekreis-Klinikum (HKK). Dazu gab es am vergangenen Freitag am HKK Standort in Soltau auch eine Neuvorstellung: Dr. Serkan Özkir ist seit dem 1. Juli Chefarzt der Orthopädie. Ein bekanntes Gesicht steht ab sofort an der Spitze der Unfallchirurgie/Traumatologie: Dr. Jens Bigge übernimmt dort den Chefarztposten. Zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hermann Norden erläuterte HKK-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge, was es mit der Umstrukturierung und Neuausrichtung auf sich hat: Das HKK setze mehr auf fachliche Spezialisierung bis zum Umzug ins Gesamtklinikum und auf eine Trennung der Unfallchirurgie und Orthopädie in eigene Fachabteilungen unter eigenständiger Chefarzt-Leitung - und zwar mit einem fachübergreifend verantwortlichen Zentrumsmanager. Diese Funktion übernimmt Dusan Trifunovic.

„Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Özkir einen versierten, fachlich hochkompetenten und überaus sympathischen Chefarzt für unsere neue Fachabteilung Orthopädie gefunden zu haben“, stellte der HKK-Geschäftsführer den Mediziner vor. Özkir, gebürtig aus dem Harz, wechselte aus dem AKH Celle, in der Position als ehemals Leitender Oberarzt nun als Chefarzt der Orthopädie ans Heidekreis-Klinikum: „Ich habe zehn Jahre lang im AKH Celle gearbeitet, habe dort die Fach- und Sektionsabteilungen und auch neue Operationsverfahren mit aufgebaut. Jetzt ist es Zeit für mich, mich zu verändern, einen weiteren Schritt zu machen.“

Auch einen weiteren Schritt, ebenfalls aus der Position des Leitenden Oberarztes in Chefarzt-Position, machte zeitgleich Dr. Jens Bigge, der nun als Chefarzt der Unfallchirurgie/Traumatologie am HKK fungiert. Der Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Schwerpunktbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie ist vielen im Heidekreis bereits gut bekannt: Schon seit acht Jahren arbeitet Bigge im HKK, seit 2014 als Leitender Oberarzt, und er will die Weiterentwicklung der Unfallchirurgie vorantreiben. „Wir werden unter anderem unsere Kompetenz auf dem Gebiet der operativ traumatologischen Wirbelsäulenchirurgie weiter ausbauen“, so der Mediziner Dies solle in enger Kooperation der beiden Fachabteilungen Orthopädie und Unfallchirurgie erfolgen: „Wir sehen uns als ein Team, das an einem Strang zieht,“ betonte Bigge. „Zudem wird - auch aufgrund der schon im Vorfeld herausragenden Vorarbeit der Kollegen - jetzt zeitnah unter meiner Leitung die Zertifizierung zum Traumazentrum und zum Zentrum für Alterstraumatologie für die Unfallchirurgie angestrebt.“

Rogge erklärte, weshalb die Aufteilung der bisherigen Fachabteilung Unfallchirurgie/Orthopädie in zwei eigenständige Bereiche erfolgte: „Medizin ist mittlerweile hochspezialisiert“, so der HKK-Geschäftsführer zur Aufspaltung einer Abteilung in zwei Disziplinen: Den „Alleskönner“ könne es - bei den heutigen Anforderungen, die allein die Medizintechnik heute schon stelle - gar nicht mehr geben. „Um qualitativ hochwertige Medizin, die sich immer auf dem Stand der neuesten Behandlungsmethoden befindet, anbieten zu können, muss es Spezialisten in den jeweiligen Fächern geben.“ Gerade in der Chirurgie sei dies besonders wichtig, „denn Operationsverfahren entwickeln sich immer weiter,“ so Rogge.

Der Chefarzt der Orthopädie, Dr. Özkir ist hat eine hohe Expertise als Orthopäde, und er möchte im Heidekreis-Klinikum unter anderem neue OP-Verfahren etablieren: „Ich wähle zum Beispiel bei Endoprothesen am Hüftgelenk den sogenannten Vorderen Zugang beim Einsetzen des Kunstgelenks,“ so Özkir. „Das heißt, ich verzichte ich auf die Ablösung von Muskulatur, schiebe die Muskeln nur zur Seite, wenn ich ein neues Hüftgelenk einsetze.“ Das habe, so der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Spezielle Unfallchirurgie viele Vorteile: „Die Schmerzen der Patienten sind deutlich minimaler, der Blutverlust erheblich geringer und die Kraft der Muskulatur rund um das - neue - Hüftgelenk bleibt erhalten“ Weitere Schwerpunkte von Chefarzt Dr. Özkir sind die Behandlungen von Schulter- und Kniegelenk, sowohl operativ als auch arthroskopisch.

„Wie ich stets gesagt habe und sage“, hob Geschäftsführer Dr. Rogge hervor: „Das HKK muss sich medizinisch Schritt für Schritt weiterentwickeln. Nicht erst im neuen Gesamtklinikum, sondern schon heute - damit wir gut aufgestellt dann in das neue Haus einziehen.“ Der Weg sei das Ziel: „Und das HKK hat sich schon auf den Weg gemacht und einen weiteren Meilenstein erreicht,“ so Rogge.

Einen wichtigen Beitrag dazu möchte auch Dusan Trifunovic leisten. Der Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie ist seit dem 1. Juli als Leitender Oberarzt verantwortlich für das Zentrumsmanagement beider Fachabteilungen: „In punkto Qualitätsmanagement, Einhaltung von Standards und den daraus letztlich erfolgreichen Zertifizierungen trage ich ab sofort für beide Abteilungen die Verantwortung“, so Trifunovic.

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