Sprachmittlerpool wird größer

Zwölf Gemeindedolmetscherinnen- und Dolmetscher kommen hinzu

Sprachmittlerpool wird größer

Die Absolventinnen und Absolventen der Gemeindedolmetscher-Schulung der VHS Heidekreis kennen es aus eigener Erfahrung: Sprachmitteln für Personen, die man zu gut kennt und in Situationen, die emotional aufgeladen sein können, das kann heikel werden. Eine viel bessere Lösung ist es da, wenn neutrale Personen mit sehr guten Sprachkenntnissen und interkultureller Kompetenz zum Einsatz kommen.

Auf solche Einsätze möglichst gut vorbereitet zu sein und dafür theoretisches Rüstzeug und Hintergrundwissen mitzunehmen, dazu sollte die aktuelle Schulung beitragen. Sie fand an insgesamt vier Wochenenden, diesmal in Soltau statt und umfasste insgesamt 60 Unterrichtseinheiten.

Ähnlich wie bereits bei der Qualifizierung im Herbst letzten Jahres ging es im modular aufgebauten Unterricht beispielsweise um Kompetenzen und ethische Grundsätze des Gemeindedolmetschens, Kommunikationstechniken, Migrationsarten und Kulturdimensionen, aber auch um die Struktur einer Verwaltung, Grundzüge der Rechtsordnung der Bundesrepublik sowie ihr Gesundheits- und Bildungswesen. Denn gerade in diesen Bereichen – Schule, Gesundheit, Behörden und Verwaltung – gibt es bislang die meisten Anfragen und Wünsche für eine kompetente Sprachmittlung im Heidekreis.

„Wir sind begeistert von den Teilnehmenden, die mit unglaublich viel Wissen und Erfahrungen in diesen Kurs eingestiegen sind und mit vielen eigenen Beispielen dafür gesorgt haben, dass wir nicht bei reiner Wissensvermittlung stehen geblieben sind. Im Gegenteil. Es entstand immer ein sehr lebendiger Austausch und eine angeregte Diskussion. Das bereicherte natürlich auch umgekehrt die interkulturelle Kompetenz und den Erfahrungsschatz von uns als Team“, ist Uta Paschke-Albeshausen, Projektleiterin an der VHS, stellvertretend für ihre Mistreiterinnen sehr erfreut.

„Da alle die verschiedenen Etappen der Schulung erfolgreich gemeistert haben – und wir haben auch nichts anderes erwartet“, fügt sie schmunzelnd hinzu, „hat sich unser Sprachmittlerpool jetzt gleich um eine ganze Reihe von Sprachen auf nun 23 erweitert. So sind diesmal vor allem europäische Sprachen hinzugekommen, die vor Ort immer stärker nachgefragt werden“, so Paschke-Albeshausen, die den Pool koordiniert.

Viele Schulen im Heidekreis haben im letzten Schuljahr auf die Unterstützung von Sprachmittler*innen zurückgegriffen, wenn es um lösungsorientierte Gespräche mit Eltern migrantischer Familien ging und konnten bei der Finanzierung von Mitteln aus dem Etat der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Heidekreis profitieren. Das soll sich auch im aktuellen Schuljahr fortsetzen und noch auf Kindertagesstätten ausgedehnt werden.

Kontakt für Sprachmittlungswünsche: Uta Paschke-Albeshausen ist per E-Mail unter upaschke-albeshausen@vhs-heidekreis.de oder per Rufnummer (051 91) 96 82 79 erreichbar.

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