Heiße Wettkämpfe geliefert

Sommerturnier des RFV Soltau unter praller Sonne

Heiße Wettkämpfe geliefert

Bei knapp 30 Grad Celsius im Schatten sind Reitsportlerinnen und -sportler am vergangenen Wochenende beim großen Sommerturnier auf der Reitanlage an der Winsener Straße in Soltau ordentlich ins Schwitzen gekommen. In 31 Prüfungen bewiesen die Aktiven ihr Können: Von der Führzügelklasse über Jungpferdeprüfungen bis hin zu anspruchsvollen Spring- und Dressurprüfungen der Klasse M gab es faire und spannende Wettbewerbe, die für beste Stimmung bei Reitern und Zuschauern sorgten.

Besonders die Nachwuchsreiter des gastgebenden Vereins hielten am Wochenende die Vereinsfarben hoch: So sicherten Yuna Bruhn und ihr Pony Gangster mit einer Wertnote von 7,5 die erste goldene Schleife für die Soltauer am Samstagnachmittag im Dressurreiterwettbewerb, vor Vereinskollegin Greta Usadel mit Luna. Im Dressurwettbewerb der Klasse E konnte das Paar mit einer Wertnote von 7,7 seine Leistung noch einmal steigern und erreichte Platz zwei hinter Annika Mönnich (RFV Ebstorf u.U.) und Caillou.

Einen weiteren Sieg für den gastgebenden Verein erritt Lisbeth Luise Schwaar auf dem Ponywallach Grison im Reiterwettbewerb mit einer Wertnote von 7,6. Nahla Büttner und Lina Pannier mit den gescheckten Schulponys Gipsy und Grace teilten sich Platz vier in dieser Prüfung und Marla Marit Geske platzierte sich auf Platz sechs. Die erfolgreichste Soltauer Starterin im Führzügelwettbewerb war Carlotta Flick, die sich mit Grison in der ersten Abteilung den zweiten Platz sicherte, hinter Jella Lucia Ziehlke (RFV Ebstorf u. U.) und vor ihren Vereinskolleginnen Lia Hedder Clemens, Nala Bodenbinder und Marta Hubel auf Platz sieben. In der zweiten Abteilung vertraten Lia Sophie Schwark und Malea Büttner den Soltauer Verein und erreichten Platz sechs. Der Sieg ging an Malin Dehning vom benachbarten Reitverein Schneverdingen.

Aber auch die „Großen“ ließen sich nicht von der Konkurrenz beeindrucken: So zeigten Katharina Baumann, Pia Große-Lümern und Janine Brunckhorst mit Wertnoten von 7,0 bis 7,5 in den Dressuren der Klasse A und L souveräne Runden. Pia Große Lümern und Feline belegten in der Dressurpferdeprüfung Kl. A Rang fünf mit einer Wertnote von 7,1. Mit Captain Jack platzierte sie sich ebenfalls auf Platz fünf in der Dressurreiterprüfung Kl. L* (WN 7,4), dicht gefolgt von Katharina Baumann und Linda mit einer Wertnote von 7,3 auf Rang sechs. Ebenfalls Platz sechs sicherte sich Katharina Baumann in der Dressurprüfung Kl. A* mit einer Wertnote von 7,1.

Über eine 7,8 und damit den Sieg im Stilspringwettbewerb freute sich Sarina Waldmann, während Eckbert Weiß sich im Springen der Klasse A* mit einem fehlerfreien Ritt in 65.38 Sekunden den vierten Rang sicherte.

Im Mannschaftsspringen der Klasse A mussten die Soltauer sich in diesem Jahr einem kniffligen Parcours und starker Konkurrenz stellen. Am Ende reichte es für die Mannschaft bestehend aus Eckberts Weiß mit Diara, Kathrin Rohrbach mit Fiasco, Pia Große-Lümern mit Anton und Merle Mohrmann mit Cosmic Carrot nur für Platz vier. Der Sieg ging an die Mannschaft des RV Schneverdingen, gefolgt von der Mannschaft des RFV Auetal auf Platz zwei und der Mannschaft RV Alvern/RV Bispingen auf Rang drei.

Nach mehrjähriger Pause war Soltau in diesem Jahr auch wieder Austragungsort einer VGH-Cup-Qualifikation. 27 Reiterinnen und Reiter kämpften um den Einzug ins Finale. In der ersten Runde, einem Stilspringen der Klasse L, galt es die Richter Markus Stöver und Nadin Henke mit einem guten Sitz, gleichmäßigem Rhythmus und sinnvoller Linienführung zu überzeugen. Die sieben stilsichersten Reiterinnen und Reiter durften weiter in Runde zwei, das Stechen.

Anik Zeller (RV Sottrum u. U.), die mit einer Wertnote von 7,9 als Letzte den Sprung ins Stechen geschafft hatte, legte als erste Starterin mit ihrer Stute Galathea ordentlich vor: Fehlerfrei in 35,18 Sekunden. Der Konkurrenz gelang es nicht mehr dieses Ergebnis zu überbieten, sodass Anik Zeller die Prüfung für sich entschied. An zweiter Stelle platzierte sich Laurin Pius Stelbe (RFV Estetal) mit Cadiz und einem fehlerfreien Umlauf in 38,87 Sekunden. Dritter wurde Mattis Wiese (RV Sottrum u. U.) mit seiner Stute Calisha. Das Paar beendete den Parcours mit 34,65 Sekunden zwar am schnellsten, kassierte jedoch am letzten Hindernis vier Strafpunkte. Rang vier sicherte sich Madleine Grobosch (Ländl. RV Lindhorst u. U.) mit Ullala in 39,97 Sekunden und vier Strafpunkten. Mia Marie Rypholz (RV Alvern) platzierte sich mit Dakira Deluxe und ebenfalls vier Strafpunkten in 42,82 Sekunden auf Platz fünf.

Weniger ernst ging es im Anschluss an die VGH-Cup-Qualifikation beim „Jump & Dog“-Wettbewerb zu. Die Prüfung, die 2019 auf dem Sommerturnier Premiere feierte, entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. Das Besondere an dieser Prüfung ist, dass nicht nur ein Reiter mit Pferd möglichst schnell und fehlerfrei durch den Parcours kommen muss, sondern auch ein Läufer mit Hund.

Während das Publikum bei den meisten anderen Reitsportwettbewerben eher gespannt den Atem anhält, wird beim „Jump & Dog“ der Springplatz zum Beben gebracht und jeder Teilnehmer angefeuert. Den schnellsten gemeinsamen Umlauf legte in diesem Jahr das Team um Melina Hahlbrock vom RV Horneburg mit 51,61 Sekunden hin.

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