HK-Umfrage: Mit 96 Prozent ganz vorn

Gewerkschaften genießen hohes Ansehen

HK-Umfrage: Mit 96 Prozent ganz vorn

Auf unserer Internet-Plattform heide-kurier.de geben wir unseren Leserinnen und Lesern regelmäßig die Möglichkeit, bei Umfragen ihre Position zu bestimmten Fragestellungen mit einem Klick deutlich zu machen. Zuletzt konnten sich die Heidjer auf HK-Online-News zum Thema Gewerkschaften und ihre Notwendigkeit positionieren. Und um es gleich vorwegzunehmen: Satte 96 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer klickten auf die Antwort „Ja, Gewerkschaften sind und bleiben unverzichtbar“. Drei Prozent meinten: „Es sollte eine neue Form der Arbeitnehmervertretung gefunden werden“. Nur ein Prozent war der Ansicht, „Nein, Gewerkschaften sind überflüssig geworden“.

Natürlich ist das Ergebnis dieser Umfrage eine Momentaufnahme, allerdings mit überwältigender Quote. Hier beließen es zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage jedoch nicht beim einfachen „Klick“ auf eine der drei möglichen Antworten: Viele Gewerkschaftsmitglieder oder -anhänger sahen sich genötigt, der HK-Redaktion per E-Mail kräftig die Leviten zu lesen, was man neudeutsch auch als Redaktionsbashing bezeichnen könnte.

In den freundlicheren Zuschriften wurde die Redaktion darauf hingewiesen, was Gewerkschaften bisher für die Arbeitnehmer erreicht hätten und dass sie auch künftig unverzichtbar seien - „sie sind das Stärkste, was die Schwachen haben“ oder „ohne Gewerkschaft geht gar nix“, hieß es dazu in verschiedenen Beiträgen. Andere Absender waren weniger zimperlich und werteten es offenbar als unverzeihlichen Tabubruch, die Gewerkschaften überhaupt solchermaßen zum Umfragethema zu machen, etwa mit Hinweis darauf, „was für ein Brett nicht durchdachte Umfragen lostreten können“, oder mit der Empfehlung „wer die Berechtigung der Gewerkschaften in Frage stellt, der stellt gleichzeitig die Demokratie in Frage und sollte besser das Grundgesetz gewissenhaft lesen.“

Und da die Umfrage mit einem Artikel über Gewerkschaftsarbeit verbunden war, gab es dafür auch gleich Schelte: „Diese Kombination von ‚Berichterstattung‘ und ‚Umfrage‘ ist nichts weiter als ein selbst ausgestelltes Armutszeugnis. Für so eine Vorgehensweise sollten Sie sich schämen.“ Dieser Absender fragte auch, ob dies vielleicht sogar „der Anbiederung bei eventuellen großen Anzeigenkunden dient.“

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