Hohe Auszeichnung für Helmut Kurtz

Landrat Jens Grote überreicht in kleiner Feierstunde in Soltau die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Hohe Auszeichnung für Helmut Kurtz

In einem kleinen Festakt hat vor kurzem der Soltauer Helmut Kurtz von Landrat Jens Grote die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht bekommen. Bundespräsident Steinmeier hatte ihm diese Ehrung im August dieses Jahres zuerkannt. „Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst“ , heißt es vonseiten des Bundespräsidialamtes. Es handelt sich um die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland.

In einer kleinen Runde in der Krebsberatungsstelle Soltau verzichtete Landrat Grote auf eine steife tabellarische Auflistung der vielen verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen und Leistungen des Geehrten. Vielmehr regte er die Gäste an, in lebendigem Gespräch über die persönlichen Begegnungen mit Helmut Kurtz und die Wahrnehmung seines Wirkens aus eigener Anschauung zu berichten. Silke Thorey-Elbers schilderte als Vertreterin der Stadt Soltau das vielfältige Engagement des Geehrten.

Das niederschmetternde Erlebnis der Diagnose Prostatakrebs und die darauffolgenden Hilfen, die Helmut Kurtz in der Krise Halt gegeben hatten, ließen in ihm die Entscheidung reifen, seine Kraft in den Dienst der Hilfe für Krebskranke zu stellen. Gesagt, getan: Dabei sah er seine Aufgabe nicht nur in der individuellen Beratung und Unterstützung seiner Leidensgefährten im Rahmen der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe vor Ort. Er erkannte schnell, dass wirksame Hilfsdienste nur mit einem soliden administrativen Hintergrund langfristig Bestand haben. Kurtz musste daher nicht lange gebeten werden, als neue Mitarbeiter in den überregionalen Institutionen der Selbsthilfe und der Patientenbeteiligung im Gesundheitswesen gesucht wurden. Und so engagierte sich der Geehrte mit seiner Tätigkeit im wissenschaftlichen Beirat des klinischen Krebsregisters und im Expertenpool des Gemeinsamen Bundeausschusses (GBA), dem höchsten Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen Deutschlands, wobei sich die Liste deutlich verlängern ließe.

Kurtz berichtete den Gästen im Rahmen der Feierstunde über weitere Einzelheiten seiner ehrenamtlichen Arbeit, „die“, wie er sagte, „in manchen Phasen außergewöhnlicher Anforderung eine 40-stündige Arbeitswoche zur Folge hatte.“

Grote leitete die Gesprächsrunde und schaffte eine verständnisvolle Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens. Einige von Krebs selbst betroffene Teilnehmer berichteten in diesem geschützten Rahmen über ihre Notlage durch die Krebserkrankung und machten deutlich, wie wertvoll die Hilfe durch Helmut Kurtz für sie persönlich in dieser schwierigen Situation sei.

Es schloss sich der formale Akt der Ordensverleihung an. Grote verlas das Schreiben des Bundespräsidenten und übergab Helmut Kurtz unter dem Beifall der Gäste die offizielle Urkunde und die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

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