Jüdische Volkslieder

Musikalischer Abend am 9. November in der Soltauer Bibliothek Waldmühle

Jüdische Volkslieder

„Hevenu schalom elejchem“ – wir kommen und bringen Frieden – unter diesem Thema steht der Abend mit jüdischen Volksliedern am 9. November ab 18.30 Uhr in der Soltauer Bibliothek Waldmühle. Dieses Lied haben Überlebende des Holocaust gesungen, als das bekannte Schiff „Exodus“ im Juli 1947 in den Hafen von Haifa einlief. „Dass es neben dem misslungenen Zusammenleben von Deutschen und Menschen jüdischen Glaubens auch gelungenes Zusammenleben gegeben hat und gegenwärtig gibt, daran erinnert der Liederabend in der Bibliothek Waldmühle in Soltau“, so die Mitteilung von Gottfried Berndt. Der Soltauer Pastor im Ruhestand ist einer der Initiatoren für die Ausstellung der Lithographien von Marc Chagall, die zur Zeit im Heimatmuseum der Böhmestadt zu sehen ist (HK berichtete).

„Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands“, erinnert Berndt an die gemeinsame Geschichte. „Auf eine Anfrage aus Köln erließ der römische Kaiser Konstantin vor 1.700 Jahren ein Edikt, wonach Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung berufen werden konnten. Dieses Dekret aus dem Jahr 321 gilt als der älteste Beleg für die Existenz jüdischer Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.“ An vielen Orten in Deutschland wird die Erinnerung an dieses Edikt zum Anlass genommen, sich die lange und reichhaltige Tradition jüdischer Kultur in Deutschland zu vergegenwärtigen. Die Chagall-Ausstellung und der Liederabend sind ebenfalls Beiträge hierzu.

Der Liederabend wird gestaltet von Anke Heusler (Gesang), Diana Kloberdanz (Klavier) und Pirkko Langer (Violoncello). Der Eintritt für diese Veranstaltung ist frei, am Ende wird um eine Spende für die Unkosten gebeten. Da wegen der Corona-Auflagen die Anzahl der Besucherinnen und Besucher begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten unter der Mailadresse c.gberndt@t-online oder der Telefonnummer (05191) 71203.

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