Klegin folgt auf Kemlein

Neuer stellvertretender Leiter für Heidekreis-Musikschule

Klegin folgt auf Kemlein

Die Heidekreis-Musikschule hat einen neuen stellvertretenden Leiter: Bereits seit dem 1. September ist Sönke Klegin zweiter Mann hinter Musikschulleiter Jürgen Heusler. Hubert Lux, Vorsitzender des Trägervereins, hat die neue Konstellation am vergangenen Donnerstag in Soltau vorgestellt und zeigt sich sehr erfreut über diese Lösung: „Herr Klegin ist seit 2011 bei der Heidekreis-Musikschule und hat bisher hervorragende Arbeit geleistet. Er ist sowohl im Vorstand als auch bei den Kolleginnen und Kollegen anerkannt und beliebt.“

Über viele Jahre war Friderike Kemlein stellvertretende Leiterin und damit auch positives „Aushängeschild“ für die Musikschule. Doch vor genau einem Jahr musste sie aus gesundheitlichen Gründen ihr berufliches Engagement aufgeben: „Es war damals absehbar, dass sie erst nach einer längeren Phase würde zurückkehren können. Dann wurde klar, dass sie die Stellvertreterposition nicht wieder übernehmen kann“, erläutert Lux. Als sich daraufhin nach einer internen Ausschreibung Klegin um diese Stelle bemüht habe, als einziger übrigens, „waren wir sehr froh“, so der Vorsitzende weiter.

Neu sind die künftigen Aufgaben für den 38jährigen nicht: Seit Kemleins Ausfall hatte er diese Position kommissarisch inne - parallel zu seinen Aufgaben als Leiter der Musikschulgeschäftsstelle Munster und als Lehrer für rund 70 Schülerinnen und Schüler. Die Verpflichtungen in der Örtzestadt hat Klegin jetzt abgegeben, ebenso wie mehr als 30 Schüler - „dies allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil ich sie natürlich auch vermissen werde.“

Er selbst, auf der Insel Föhr in Schleswig-Holstein geboren, habe seinen ersten Unterricht an einer Musikschule bekommen: „Deshalb bin ich ein starker Verfechter dieser Einrichtungen.“ So waren diese ersten Schritte auf der Trompete ja offensichtlich erfolgreich, denn sein musikalischer Weg führte ihn über das Landesjugendorchester und verschiedene Meisterkurse zunächst während seiner Bundeswehrzeit ins Marinemusikkorps Kiel. Im Anschluss nahm er sein Musikstudium mit Ziel Diplom auf, wählte dann noch die pädagogische Ausbildung hinzu und belegte in Hamburg Kultur- und Medienmanagement als Masterstudiengang. All dies eröffnete Klegin ein breiteres Tätigkeitsspektrum. Er spielte Trompete in großen Orchestern und unterrichtete an privaten Musikschulen.

„Dann kam das Angebot aus Soltau, wo ich dies alles anwenden konnte“, erinnert sich der 38jährige - und er habe sich für die Heidekreis-Musikschule entschieden. Nebenberuflich war er mit seiner Trompete auch in der Hamburger Staatsoper und in Oldenburg unterwegs oder hat in den Musicals „Mary Poppins“ und „Das Wunder von Bern“ gespielt.

Am Ende aber gelte: „Wenn Musikschule, dann ganz Musikschule. Das ist gerade für Kinder wichtig. Sie müssen wissen, dass ihr Lehrer für sie da ist und regelmäßig unterrichtet. Ebenso wichtig ist es aber, selbst aktiver Musiker zu sein, wenn man unterrichtet“, so Klegin.

Dies ist künftig nur Teil seiner Aufgaben: Zwar bleibe er aktiver Musiker, unterrichtete weiter seine Schüler und kümmere sich um die Bläserklassen des Gymnasiums, habe aber jetzt auch wesentliche Verwaltungsaufgaben. Den Betrieb im Blicke zu behalten, aber auch Kontakte zu Schulen, Politik und anderen Partnern zu halten, gehöre dazu. Dabei setzten Heusler und er selbst auf Teamarbeit.

So sieht es auch der Musikschulleiter: „Als Frau Kemlein ausfiel, war das ein tiefer Einschnitt, denn sie hat die Musikschule jahrzehntelang repräsentiert. Ich bin froh, dass wir jetzt diese Lösung gefunden haben.“ Das bedeute auch einen Generationswechsel, von dem die Musikschule schon profitiert habe: „Durch die Absetzung einiger Musicals sind gute Musiker freigeworden. Über diese Musicalschiene hat Herr Klegin drei neue Kollegen für die Musikschule mitgebracht“, betont Heusler.

Mit der Neubesetzung der Position des stellvertretenden Leiters ist also eine „Baustelle“ beseitigt, aber auch eine neue eröffnet, denn die Geschäftsstelle Munster braucht jetzt eine neue Leitung. Lux zeigt sich hier jedoch sehr zuversichtlich: „Wir haben diese Stelle intern und extern ausgeschrieben und bereits fünf Bewerbungen erhalten. Ich gehe davon aus, dass wir noch Ende dieses Jahres zu einem Ergebnis kommen.“

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