„Konzept gut angekommen“

Nach Erfolg im vergangenen Jahr startet Stadt Soltau auch 2021 einen Bauerntag: Am 10. Oktober öffnen landwirtschaftliche Betriebe und Hofläden ihre Türen

„Konzept gut angekommen“

Großveranstaltungen waren wegen der Pandemie im vergangenen Jahr tabu. So konnte es 2020 auch in Soltau keinen „normalen“ Bauernmarkt in der Innenstadt mit Ständen und Attraktionen sowie den damit verbundenen Besuchermassen geben. Doch die Stadt lies sich etwas einfallen: Beim Bauerntag präsentierten sich mehrere landwirtschaftliche Betriebe, und Hofläden öffneten ihre Türen. Das neue Format war keineswegs eine „Notlösung“, sondern wurde vielmehr ein Hit: „Wir haben uns sehr gefreut, dass das Konzept so gut angekommen ist. Es war 2020 ein großer Erfolg und sowohl Besucher als auch Anbieter fanden den Bauerntag toll“, blickt Andreas Witt zurück. Darum werde es auch 2021 statt eines Bauernmarktes wieder einen Bauerntag geben, so der zuständige Fachgruppenleiter von der Stadt Soltau weiter. Zusammen mit dem Ersten Stadtrat Karsten Lemke und Aline Frieling, bei der Stadt zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Social Media, stellte Witt am vergangenen Dienstag das Programm für den Soltauer Bauerntag vor. Der läuft am 10. Oktober von 11 bis 17 Uhr, und wieder gibt es an den zahlreichen Anlaufpunkten einiges zu erleben.

Auch wenn es dieses Jahr keinen Bauernmarkt in der gewohnten Form und auch keinen verkaufsoffenen Sonntag mit Aktionen in der City gebe, einen Besuch wert sei Soltaus Fußgängerzone am kommenden Wochenende dennoch, hebt Witt hervor: „Zum einen wird die Innenstadt passend zum Bauernmarkt geschmückt, zum anderen gibt es auch hier mehrere lohnende Anlaufstellen.“ Im Hagen befindet sich an diesem Tag ein Foto-Point und vor Ort ist eine Kinder-Tattoo-Künstlerin. Außerdem laden die Filzwelt und das Salzmuseum zum Besuch ein. In der Felto präsentiert sich zudem der Förderverein „Lifegate“

Die meisten Ziele befinden sich allerdings vor den Toren der Böhmestadt - sogar noch mehr als im vergangenen Jahr, denn an manchen Orten haben sich Gastausteller mit ihren Ständen und Sortimenten angekündigt: „Nahezu alle Beteiligten von 2020 haben auch dieses Mal sofort wieder zugesagt“, freut sich der Fachgruppenleiter, dazu gebe es noch neue Einrichten, die mitmachten.

Wer genau alles auf seine Höfe und Areale sowie in Hallen und Hofläden einlädt, ist im Internet beziehungsweise auf dem Computer, Tablet oder Smartphone zu sehen: Unter www.soltau.de findet sich der Link zum Bauerntag mit allen Informationen zu den teilnehmenden Betrieben in den umliegenden Ortschaften. Eine Karte mit einem Lageplan der landwirtschaftlichen Anbieter und Hofläden ist dort ebenfalls abrufbar. Der einfachste Zugriff auf alle online verfügbaren Infos erfolgt über den QR-Code auf dem Flyer zum Soltauer Bauerntag. Die Ziele, so Frieling, „lassen sich übrigens auch sehr gut im Rahmen einer Fahrradtour erkunden.“ Auch das passe, ergänzt Witt, ins Konzept der Aktion, die ebenso für Nachhaltigkeit und Qualität direkt vom Erzeuger stehe. Quasi begleitend dazu ist jetzt auch eine Broschüre rund um „Hofläden und Hausgemachtes“ in der Lüneburger Heide erhältlich.

Bei den Landwirten und Einrichtungen vor Ort gelten die aktuellen Hygieneregeln - das betonen alle drei Vertreter der Stadt Soltau noch einmal. An den einzelnen Stationen begrüßen große Strohballenpuppen die Besucher. „Sie sollen auf den Bauerntag aufmerksam machen“, so Lemke. Auch vor dem Soltauer Rathaus ist eine dieser Strohpuppen aufgestellt.

Auf den Höfen selbst sollen sich keine Menschenmassen tummeln und vieles wird dort unter freiem Himmel ablaufen. „Wir haben und auch dieses Jahr bewusst wieder für ein solches dezentrales Konzept entschieden, weil die gesamte Aktion dann entzerrt wird“, erklärt der Erste Stadtrat. Durch die Verteilung der Besucher auf einzelne Ortsteile sollen zum einen große Gruppen vermieden werden, zum anderen bewahren die landwirtschaftlich geprägten Betriebe den Bauernmarktgedanken. Im Mittelpunkt stehen hier heimische Produkte und die Präsentation traditioneller sowie moderner Landwirtschaft.

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