Kulturwoche im Zelt: Manege frei für Musik, Mentalmagie und mehr

„Zwischenspiel“ vom 26. bis 30. Juli im Soltauer Böhmepark

Kulturwoche im Zelt: Manege frei für Musik, Mentalmagie und mehr

„Es ist eine vielfältige Mischung an kulturellen Veranstaltungen. Wir hoffen sehr, dass die Soltauer sie besuchen und die Zeit genießen - jetzt, wo wir es alle wieder können“, betonte Soltaus Bürgermeister Olaf Klang am vergangenen Montagmittag im Soltauer Böhmepark. Dort wird vom 26. bis 30. Juli im Zirkuszelt der Familie Lauenburger wieder die Kulturreihe „Zwischenspiel - das Zelt“ über die Bühne gehen. Familie Lauenburger bringt diesmal ihr neues, größeres Zelt mit, in das bis zu 250 Gäste hineingelassen werden. Am künftigen Ort des Geschehens rührten der Bürgermeister und Fachgruppenleiter Andreas Witt sowie Aline Frieling und Doreen Weber von der Stadtverwaltung gut gelaunt die Werbetrommel für die Kulturwoche. Vor zwei Jahren wurde diese coronabedingt gänzlich vom Kalender gestrichen, im vergangenen Jahr musste die Besucherzahl aus dem gleichen Grund reduziert werden. Nun hoffen die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt auf ein gänzlich unbeschwertes Kulturvergnügen.

Die Abendveranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr, Einlass ist stets ab 19 Uhr. Die erste Geige spielt dabei im wahrsten Sinne des Wortes Künstlerin Nora Kudrjawizki mit ihrem „One Violin Orchestra“. Die Berliner Violinistin ist eine etablierte Fusion-Geigerin im Bereich der Neo-Klassik und wirkte in zahlreichen Orchester-, Rock- und Pop-Projekten mit. Die Künstlerin ist außerdem als Autorin und Komponistin tätig. In ihrer „One-Woman-Show“ tritt sie mit Violine und Loop-Station auf, kombiniert verschiedene Genres und lädt ein zu einer musikalischen Reise, um weltbekannte Hits neu zu entdecken. Kein Konzert gleicht dem anderen, jede Show ist sozusagen ein Unikat.

Wie von Zauberhand geht es am 27. Juli mit Mentalmagie weiter, denn dann gastiert Christoph Kuch mit seinem fesselnden Programm „Ich weiß“ im Zirkuszelt. Er führt die Besucherinnen und Besucher an die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, lädt sie ein zu einer „Tauchfahrt in die Tiefe der Träume“. Christoph Kuch schafft mit seinen spannenden Geschichten eine magische Atmosphäre. Der erfahrene Mentalist bezieht das Publikum in seine Show mit ein und wird es verblüffen und begeistern. Er ist Deutschen Meister und Gewinner der Weltmeisterschaft der Zauberkunst in der Sparte Mentalmagie. Seine Engagements führen den studierten Diplom-Kaufmann durch das gesamte Bundesgebiet sowie Europa, Asien, Australien und die USA. Kuch ist bekannt für seine humor- und zugleich niveauvolle Unterhaltung. Gerade deshalb ist er auch gern gesehener Gast in den verschiedensten Fernsehsendungen.

Eine „alte Bekannte“ tritt am folgenden Abend im Böhmepark auf. Kabarettistin Nessi Tausendschön hatte bereits ein „Zwischenspiel“ in Soltau gegeben und laut Doreen Weber großes Interesse daran, für einen weiteren Auftritt ins Herz der Heide zu reisen. Und so wird sie am 29. Juli ihr Programm „30 Jahre Zenit - Operation Goldene Nase“ präsentieren. Seit 30 Jahren ist Nessi Tausendschön, eine echte Platzhirschin der deutschen Kleinkunstszene, auf den verschiedensten Bühnen unterwegs. Bekannt ist sie unter anderem durch Auftritte im Fernsehen und Radio, aus dem Satiregipfel oder als regelmäßige Protagonistin bei Gerburg Jahnkes „Ladies Night“ im WDR und der ARD. Auch in der ZDF-Kabarettsendung „Die Anstalt“ ist die Trägerin des Deutschen Kleinkunstpreises zu sehen.

„Vorspiel und andere Höhepunkte“ heißt es dann zum Abschluss am 30. Juli, wenn „Allround-Comedian“ Thomas Nicolai, der „lustige Mann aus Sachsen“ und Wahl-Berliner, ein „Comedy-Music-Gag-Parodie-einfach-Hammer-Spektakel“ auf die Zeltbühne bringt. Ganz ohne Nachspiel zeigt er einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit. Der Entertainer mutiert problemlos zu 1.000 unterschiedlichen, schrägen und witzigen Typen. Legendär sind seine Klaus-Kinski-Parodien. Und auch beim „Vorspiel“ schaut der „Psycho mit den Glubschaugen“ rein und berichtet über Alltagserlebnisse in einer Fleischerei oder bei einer Polizeikontrolle. Auftauchen werden auch Pulloverheld Patrick Schleifer aus Schkeuditz, der fleißig an seinem Traum vom Las-Vegas-Superstar als Mental-Magier arbeitet, sowie die Berliner Rentnerlegende Buletti und der russische Single Sergej. Nicht fehlen dürfen grandiose Musikparodien: Wer sich schon immer gefragt hat, wie Deutsch-Pop von Mark Foster oder Kerstin Ott und ähnlichen Stars als Polka, als Soul-Nummer à la James Brown oder als Evergreen im Stil von Frank Sinatra klingen, für den bringt das „Vorspiel“ einige Kostproben.

Wie immer gibt es bei der Kulturwoche nicht nur etwas für die „Großen“, sondern auch für Kinder: Bereits am 28. Juli steht für sie die Puppentheateraufführung „Petterson und Findus - Ein Feuerwerk für den Fuchs“ auf dem Plan. Einlass ist ab 10.40 Uhr, Beginn um 11 Uhr. Kinder bis elf Jahren haben freien Eintritt.

Bei den Veranstaltungen gelten die dann aktuellen Corona-Regeln. „So, wie es jetzt aussieht, können wir sie ‚ganz normal‘ durchführen“, hofft Bürgermeister Klang. Und Fachbereichsleiter Witt: „Wir haben alles dafür getan, den Gästen wieder ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm zu bieten.“ Für das Catering werde in diesem Jahr wieder das „Hildes Café & Shop“-Team sorgen, das beim „Zwischenspiel“ im vergangenen Jahr erstmals für den kulinarischen Teil verantwortlich gezeichnet und damals mit „tollen Ideen“ begeistert habe.

Die technische Betreuung wird das Unternehmen „MWA-Sound Veranstaltungstrechnik“ aus Soltau übernehmen. Der Kartenverkauf läuft bereits. Tickets gibt es bei der Soltau-Touristik. Detaillierte Informationen rund um die Kulturwoche sind auf der Internetseite www.soltau.de zu finden.

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