„Der Amateurfunkdienst ist im Sinne der Internationalen Fernmeldeunion ein Funkdienst, der von Funkamateuren ohne finanzielle Interessen zu Zwecken der Selbstausbildung, der gegenseitigen Verständigung und technischer Untersuchungen betrieben wird“ – so „trocken“ beschreibt die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia ein Hobby, das eher im Verborgenen praktiziert wird. Auch der Verein der Soltauer Funkamateure macht keine „große Welle“, wird doch mit großer Faszination und Leidenschaft oftmals, aber nicht nur, über Kurzwelle kommuniziert. Diese nimmt unter den Funkwellen einen besonderen Platz ein. Wegen ihrer großen Reichweite können die Signale weltweit empfangen werden. Aber natürlich sind auch in einem Verein mit diesem Hintergrund die persönlichen Kontakte das Salz in der Suppe. Und so stand am 20. März die Jahreshauptversammlung der Soltauer Funkamateure auf dem Programm.
Im Zuge dieser Zusammenkunft wurden, anders als beim „Flurfunk“, langjährige Mitglieder öffentlich und störungsfrei geehrt. Klaus Kramer und Heinrich Göhmann sind seit einem halben Jahrhundert „auf Sendung“, gehören sie doch dem DARC (Deutscher Amateur Radio Club) seit nunmehr 50 Jahren an. Nicht nur sich Sachen Frequenzbereich gilt es die richtige Wahl zu treffen, sondern auch in puncto Vereinsführung: Zum neuen Ortsverbandsvorsitzenden wurde Dirk Birkholz aus Bispingen bestimmt, zum stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden Sven Köster aus Soltau. Zudem bestätigten die Mitglieder Günter Meyer aus Bispingen in seinem Amt als Kassenwart.
In diesem Jahr feiert der DARC-Ortsverband Soltau sein 50-jähriges Bestehen und wird sich daher auf dem Soltauer Stadtfest mit einem Stand präsentieren. Geplant sind der Aufbau und Betrieb einer Satellitenfunkstation sowie einer portablen Kurzwellenstation. Der Ortsverband Soltau hat aktuell rund 30 aktive Mitglieder und freut sich über neue Funkamateure oder auch diejenigen, die es noch werden wollen. „Der Einstieg in den Amateurfunk wurde in den vergangenen Jahren durch eine neue Lizenzklasse erheblich erleichtert, auch gibt es keine Morseprüfung mehr. Mit dem Erlangen der Amateurfunklizenz ist nicht nur die weltweite Kommunikation per Funkverbindung möglich, sondern auch der Selbstbau von Funkgeräten und Antennen – und das legal“, so Vorsitzender Birkholz.
Die Soltauer Funkamateure treffen sich an jeden dritten Freitag im Monat im Gasthaus „Zum Postillion“ in Soltau, Bergstraße 10. Neueinsteiger und Gäste sind stets willkommen. Der „Erste Kontakt“ kann auch ohne Funkgerät aufgenommen werden, nämlich per E-Mail an die Adresse dl1dbb@darc.de.