Lauter kleine Lesemeister

Projektwochen und Vorlesewettbewerb an der Freudenthalschule

Lauter kleine Lesemeister

Schon lange ist die Leseförderung ein wichtiges Standbein im Bildungskonzept der Freudenthal-Grundschule in Soltau: Seit fast 30 Jahren organisiert Lehrerin Kerstin Reinholz, unterstützt von ihren Kollegen und Kolleginnen wie auch dem Förderverein der Schule, Lesewochen mit einer Autorenlesung und einem großen Vorlesewettbewerb für die Mädchen und Jungen. Von den Kindern heiß ersehnter Höhepunkt und zugleich Abschluss der Projektwochen ist immer die Preisverleihung an die besten Vorleser, denn alle Jurymitglieder werden zur Geheimhaltung der Siegernamen des Wettbewerbs verpflichtet. Diesmal war es besonders spannend, weil zwischen dem eigentlichen Wettbewerb in der hauseigenen „Leseinsel“ und der Bekanntgabe der Jahrgangssieger ganze vier Tage lagen. Dann wurde das Geheimnis gelüftet: Leonie Chamberlain, Emma Müller und Jonas Deperschmidt waren die besten Vorleser aus dem zweiten, dritten und vierten Jahrgang und wurden von ihren Mitschülerinnen und -schülern gefeiert.

Im Vorfeld zum diesjährigen Wettbewerb war im Deutschunterricht natürlich wieder viel gelesen worden und in allen außer den ersten Klassen hatten die Mädchen und Jungen ihre besten Vorleser ermittelt: Wer sich traute, durfte einen Abschnitt aus einem eigenen ausgewählten Buch vorlesen, musste aber auch einen unbekannten Text meistern: In der 2a machte das Felix Bzdega am besten, in der 2b Leonie Chamberlain und in der Klasse 2c Ben-Luca Perlberg. In den beiden dritten Klassen siegten Emma Müller (3a) und Matti Laubach-Klausing (3b). In Klasse 4a schnitt Jonas Deperschmidt am besten ab, in der 4b Oskar Kutter und in der 4c Lisa Marie Starrock.

Am 7. Dezember traten diese acht Klassensieger dann jahrgangsweise in der „Leseinsel“ gegeneinander an. Sie stellten ihr ausgewähltes Buch vor, lasen daraus vor und mussten dann auch ein unbekanntes Buch kurz mit Autor und Titel vorstellen und einen Abschnitt daraus vortragen - vor den aufmerksamen Augen und Ohren der Jurymitglieder - in diesem Jahr coronabedingt nur Lehrkräfte und Schüler, keine Eltern.

Die Pandemie konnte die Stimmung jedoch nicht trüben - es war für die Zuhörer wie immer spannend und faszinierend, den Teilnehmern beim Vorlesen zuzuhören. Besonders die Zweitklässler glänzten mit hervorragenden Leistungen. So hatte Leonie, die in ihrem Jahrgang siegte, auch beim unbekannten Buch: „Die Olchis feiern Weihnachten“ von Erhardt Diedl keine Schwierigkeiten und trug auch die doch sehr kreativen Wörter: „Schleimiger Schlammlappen, heiliger Müllschlucker“ sehr sicher vor. Auch Emma Müller, Siegerin im dritten Jahrgang, punktete beim nicht geübten Buch „Als Weihnachten beinah verschoben wurde“ von Achim Bröger: Sie las bewundernswert entspannt und ruhig vor. Jonas Deperschmidt, Sieger der Viertklässler, tauchte ohne Probleme in Andreas Steinhöfels Buch „Es ist ein Elch entsprungen“ ein und vermittelte es seinem Publikum locker und sicher.

Alle Klassensieger erhielten zunächst eine Leseurkunde, mussten dann aber geduldig sein, denn erst am Freitag, dem 11. Dezember, stand die Bekanntgabe der Jahrgangssieger auf dem Programm - in diesem Jahr pandemiebedingt nicht wie sonst in der Aula, sondern auf dem Schulhof. Die frische Luft knisterte vor Spannung bei der Ehrung. Alle acht Klassensieger erhielten einen Buchpreis, die drei Jahrgangssieger konnten sich sogar doppelt freuen, dann sie bekamen ein weiteres Buch. Die Preise waren wie in jedem Jahr vom Förderverein der Freudenthalschule finanziert und von Kerstin Reinholz ausgewählt worden.

Die Autorenlesung, die traditionell zu den Lesewochen gehört, steht diesmal übrigens etwas später auf dem Plan: „Stammgast“ Will Gmehling aus Bremen kommt im Frühjahr 2021 nach Soltau und wird dann sicher wieder wie schon in den vergangenen Jahren alle Zweitklässler mit seinem Vortrag faszinieren ...

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