Im Rahmen der Erschließung des achten Bauabschnitts des Wohnbaugebietes Drögenheide in Soltau-Wolterdingen wurde eine artenschutzrechtliche Untersuchung durchgeführt. „Dabei stellte sich heraus, dass im Zuge sogenannter FCS-Maßnahmen insgesamt 41 Zauneidechsen durch ein beauftragtes Umweltbüro eingefangen und umgesiedelt werden mussten“, erklärt Olaf Hornbostel, Geschäftsführer der Ansiedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Soltau (AWS).
Die Tiere kamen in ein eigens angelegtes Ersatzhabitat bei Leitzingen. Dort wurde seit Anfang Mai 2022 ein rund 400 Meter langer Stubbenwall mit vorgelagerten Sandflächen, Totholz und Steinhaufen als neuer Lebensraum geschaffen. „Die Bereiche bieten ideale Sonnen-, Versteck- und Eiablageplätze für die Reptilien“, erläutert Hornbostel.
Besonders erfreulich dabei: „Mitarbeiter konnten auf der neuen Fläche bereits wieder Zauneidechsen beobachten“, so Maria Heidelberg von dem Fachdienst Grün- und Freiflächen. „Das zeigt, dass die Umsiedlung erfolgreich war.“
Marion Knackstedt als begleitende Fachdienstleitung erläutert, dass die Populationsentwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren durch ein Monitoring dokumentiert werde: „Hierfür erfolgen Begehungen, in der Zeit von April bis Oktober eines Jahres.“
„Mit diesen Maßnahmen“, so Olaf Hornbostel, schafft die AWS nicht nur neue Wohnbauflächen oder Flächen für den Bau der Kita in Drögenheide, sondern auch wertvolle neue Lebensräume für geschützte Tierarten.“