„Licht an“ statt Lichterfest

Am Samstag wird Soltaus Innenstadt illuminiert und lädt ein zum Rundgang

„Licht an“ statt Lichterfest

Es wäre das mittlerweile 21. Lichterfest gewesen, doch das kann am ersten Samstag im September nicht gefeiert werden. Dunkel bleibt es deshalb am 5. September nicht in Soltau - im Gegenteil: Unter der Überschrift „Licht an“ wird neben dem Böhmepark auch noch ein großer Teil der Innenstadt illuminiert. Von 21.30 bis 23.30 Uhr können Besucher das „Lichtermeer“ bei einem Rundgang bestaunen. „Da das traditionelle Lichterfest in diesem Jahr aufgrund der geltenden Corona-Verordnung nicht in gewohnter Form stattfinden kann, hat die Stadt Soltau kurzerhand eine Alternative auf die Beine gestellt“, erklärte Ulrike Hennings, Veranstaltungs- und Eventmanagement bei der Stadt Soltau, am heutigen Montag. Zusammen mit Bürgermeister Helge Röbbert und Fachgruppenleiter Andreas Witt erläuterte Hennings bei einem Pressegespräch das Konzept von „Licht an“.

Bis zu 6.000 Besucher erlebten Jahr für Jahr das Lichterfest im Böhmepark - und das seit nunmehr zwei Jahrzehnten. Doch dieses Jahr ist aufgrund der Coronakrise alles anders, an eine solche Großveranstaltung nicht zu denken. Mit „Licht an“ soll den Soltauern sowie Gästen aus nah und fern dennoch etwas geboten werden - und zwar ein Erlebnis, das es so noch nicht gegeben hat in der Böhmestadt: „Wir wollen Atmosphäre schaffen und zum Spaziergang einladen“, so Witt, „wir möchten einfach zeigen, wie schön Soltau bei Nacht sein kann“ - und das alles ohne Eintritt, ohne Kasse, „es gibt keine Ein- und keine Ausgänge.“

Ein Rundgang lohnt sich, hebt Hennings hervor: „Vom Böhmepark bis zum Georges-Lemoine-Platz, von Luther bis Johannis - an verschiedenen Orten auf den Wegen werden Fassaden illuminiert und Bereiche in ein besonderes Licht getaucht. Zudem leuchten Lampions über der Marktstraße und große Strahler über den Dächern der Stadt.“ Einen Plan zur Aktion „Licht an“ mit allen Wegen und Orten gibt es online auf der Internetseite der Stadt unter www.soltau.de.

Es gebe keine festen Zeiten, innerhalb der zwei Stunden sei an allen Bereichen alles erleuchtet, so Hennings. Denn so sollen große Gruppen vermieden werden: „Es sollte etwas Schönes für die Besucher geschaffen werden, ohne dass sich diese größeren Menschenansammlungen aussetzen müssen.“ Ein Konzept, das vielleicht ebenso bei anderen anstehenden Veranstaltungen zum Tragen kommen könnte. Denn wegen der Corona-Verordnungen stehe für Röbbert schon fest: „Auch der kommenden Bauernmarkt wird ein anderer sein als gewohnt, ebenso müssen wir für den Weihnachtsmarkt Alternativen finden.“

Bei „Licht an“ jedenfalls wird es - anders als sonst beim Lichterfest - kein zusätzliches Gastronomieangebot und auch keine Live-Musik geben. Dennoch soll die Aktion am 5. September mit dem illuminierten Stadtkern und der Lichtshow über den Dächern ein Highlight werden. Zu den einzelnen Stationen zählen Marktstraße, Hagen und Georges-Lemoine-Platz sowie Böhmepark, St. Johannis- und Lutherkirche, Museum und Rathaus sowie Bibliothek Waldmühle, Dienstleistungszentrum, Gebäude in der Wilhelmstraße (Nr. 22 und 24) und die Filzwelt - und mehrere davon werden von auf Lichttechnik spezialisierten Firmen in Szene gesetzt.

Ein kleiner Teil bleibt auch nach dem kommenden Samstag noch erhalten, so Hennings: „Die (Solar)Lampions in der Marktstraße bleiben noch den ganzen September über dort hängen.“ Jeder sei auch dann noch zum Bummeln und Staunen eingeladen. Auch wenn „Licht an“ quasi „aus der Not heraus“ entstanden sei und alles - ebenso wie aktuell natürlich auch alle anderen Veranstaltungen - unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln laufen müsse, sieht Hennings doch viel Positives: „So musste alles rund um das Lichterfest einmal ‚neu gedacht‘ werden. Und einige der so entstandenen Idee können wir sicherlich in die Planung des Lichterfestes im nächsten Jahr mitnehmen.“

Logo