Mehr Lehrerinnen für MINT

Projekttreffen an den Berufsbildenden Schulen Soltau

Mehr Lehrerinnen für MINT

Multinationaler Besuch an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Soltau: Leiterin Gaby Tinnemeier konnte jetzt Amtskolleginnen und -kollegen aus Belgien, Finnland, den Niederlanden, Portugal, Italien und Island in der Böhmestadt begrüßen, die sich am 13. und 14. Mai damit befaßten, wie sich Frauen dafür gewinnen lassen, in MINT-Fächern auszubilden beziehungsweise zu unterrichten.

MINT steht in Deutschland für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und entspricht dem englischen STEaM (Science, Technology, Engineering and Mathematics). WATT wiederum ist die Abkürzung für „Women as Teachers and Technical Trainers“, also Frauen als Lehrerinnen und technische Ausbilderinnen - und so heißt das Projekt, zu dem sich die Schulleiterinnen und -leiter in Soltau getroffen haben, „Watt in STEaM“.

Die 17 Gäste haben in ihren zwei Tagen ein umfangreiches fachliches Programm abgearbeitet, bei dem unter anderem das hiesige Schulsystem vorgestellt und das Tagungsthema von verschiedenen Seiten aus beleuchtet wurde. Wie Tinnemeier schon bei der Begrüßung erläuterte, gebe es in Deutschland seit mehr als zehn Jahren verstärkte Anstrengungen, um Mädchen und junge Frauen für MINT-Fächer und -Berufe zu begeistern: Und das ist noch nicht zu Ende.“ Wie die BBS-Leiterin weiter betonte, seien auf diesem Weg gerade Vorbilder im Unterricht - also Lehrerinnen - besonders wichtig, um Schülerinnen zu interessieren und zu begeistern. Womit auch schon der Bogen zum Thema „Watt in STEaM“ geschlagen war.

Dieses „Erasmus+“-Projekt (EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa) läuft schon sei einiger Zeit. Und so war die Zusammenkunft bereits das dritte Treffen dieser Art.

In diesem Rahmen geht es um die Fragen, was den Lehrerberuf in technischen Fächern auch für Lehrerinnen attraktiv machen, welche Lösungsansätze sich ergeben und welche Wege und Möglichkeiten Mädchen in technische Ausbildungsberufe führen könnten. Dafür reisen die Projektmitglieder innerhalb von drei Jahren in die teilnehmenden Länder und informieren sich dort über die Gegebenheiten, spezielle Einrichtungen und Projekte sowie erfolgreiche Beispiele. Nach Den Haag und Perugia ist Soltau die dritte Station. Hier sind es Regina Grimm und Silke Audehm als Lehrerinnen im Fach Informationsverarbeitung sowie EU Projekt- und Teamleiterin Annette Ruelius-Mangold, die als Organisatorinnen die Fäden in der Hand halten.

Logo