Mit 130 „Sachen“ durch Harber: Polizei verfolgt 21-jährigen Wietzendorfer

Junger Mann flüchtet vor einem Zivilfahrzeug der Polizei / Beamte lassen sich nicht abschütteln

Mit 130 „Sachen“ durch Harber: Polizei verfolgt 21-jährigen Wietzendorfer

Polizeibeamte stellten am vergangenen Montagabend, 10. Januar, einen 21-jährigen Raser aus Wietzendorf, der versucht hatte, vor ihnen zu flüchten. Laut Polizeibericht hatten die Beamten den jungen Mann, der mit seinem Wagen auf der Autobahn 7 unterwegs war, mit ihrem zivilen PPS-Fahrzeug (Police-Pilot-System) in einer 120-Stundenkilometer-Zone gegen 22 Uhr mit 191 Stundenkilometern gemessen.

Als die Polizisten den Wietzendorfer auf der Bundesstraße 71 in Harber kontrollieren wollten, gab er Gas, machte einen sogenannten „U-Turn“, um sich der Kontrolle zu entziehen und flüchtete in Richtung Munster. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Der junge Mann flüchtete weiter zum Outlet, durch den Kreisel erneut in Richtung Harber, von dort auf die Autobahn 7 in Richtung Hamburg und bis zur Abfahrt Schneverdingen - stets dicht gefolgt vom PS-starken Gefährt der Polizei des Heidekreises, in dem ein speziell ausgebildeter Fahrer am Lenkrad saß.

„Auf der Landesstraße in Richtung Hützel hielt der 21-Jährige an und gab auf. Als Grund für sein Verhalten nannte er Panik“, so ein Polizeisprecher. Sowohl Alkohol als auch Drogen hätten keine Rolle gespielt. „Sein Verhalten hat möglicherweise ernsthafte Konsequenzen, da er nicht nur auf der Autobahn zu schnell unterwegs war, sondern auch die Ortschaft Harber bei erlaubten 50 Stundenkilometern mit 130 Stundenkilometern durchfuhr - alles aufgenommen und dokumentiert durch das Videosystem des Spezialfahrzeugs“, berichtet der Polizeisprecher.

Der Beamte geht davon aus, dass der Raser mit einem Gesamtbußgeld von rund 3.000 Euro zu rechnen habe: „Außerdem dürfte ihm für eine längere Zeit der Führerschein abgenommen werden. Dabei hat der Wietzendorfer Glück im Unglück: Hätte er andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, wäre der Führerschein gleich weggewesen.“

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