„Mit Begeisterung dabei“

Fachbereich Lagerlogistik: Erste Gruppe absolviert erfolgreich Gabelstaplerausbildung an den BBS Soltau

„Mit Begeisterung dabei“

„Führen eines Flurförderzeuges“ klingt so sperrig wie manches Transportgut, das eben ein solches Flurförderzeug zu befördern hat. Aber genau das dürfen jetzt die ersten sechs Absolventen einer besonderen Zusatzqualifikation, nämlich - nicht fachspezifisch ausgedrückt: Gabelstapler fahren. An den Berufsbildenden Schulen (BBS) Soltau hat die Gruppe als erste das neue Angebot wahrgenommen und den Staplerführerschein gemacht.

Das Angebot ist für genau jene konzipiert worden, die es durchaus benötigen, also für die Klassen der einjährigen Schulform „Berufsfachschule Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Lagerlogistik“. Ina Müller-Jarisch betreut als Koordinatorin auch diesen Wirtschaftsbereich an den BBS, ihr Kollege Peter Renken vermittelt den Schülern den fachpraktischen Teil. Er mußte dafür aber erst einmal selbst wieder „die Schulbank drücken“: Der Fachpraxislehrer absolvierte eine Fortbildung zum „Trainer für Flurförderzeug-Fahrer“. Nun fehlte noch ein entsprechender „Fahrschuhlwagen“: „Um die Zusatzqualifikation zu ermöglichen, hat sich die Schulleitung dazu entschlossen, einen Gabelstapler anzuschaffen“, so Renken.

Und der werde mit viel Freude und Enthusiasmus sowie großem Interesse von den Schülern genutzt, lobt der Lehrer: „Die erste Gruppe war mit Begeisterung dabei. Einmal wöchentlich findet während der Unterrichtszeit die theoretische und praktische Ausbildung der angehenden Staplerfahrer auf dem Gelände der BBS statt.“ Das Besondere an der Schulform sei, daß der praktische Teil einen großen Raum einnehme, ergänzt Müller-Jarisch: „Die erste Wochenhälfte sind die Schüler in ihren Betrieben - und das das ganze Schuljahr hindurch.“

Dort könnten sie somit nun „auftrumpfen“, eine weitere wichtige Aufgabe übernehmen und ihr Können im Umgang mit dem Gabelstapler beweisen, so die Lehrerin. „Durch die Kooperationen mit den Betrieben sind wir ursprünglich darauf gekommen, die Staplerausbildung anzubieten“, fügt Renken hinzu. „So erhalten auch die Unternehmen eine ganz andere Unterstützung.“

Die ersten sechs Schüler, die von Oktober bis Januar die etwa 60 Stunden umfassende Ausbildung - übrigens komplett freiwillig, wie Renken betont - gemacht haben, mußten noch ohne auskommen, „aber wir wollen demnächst für die kommenden Gruppen ein Regalsystem zum Üben aufbauen“, plant Müller-Jarisch. Zudem sei denkbar, die momentan noch auf die künftigen Fachkräfte für Lagerlogistik begrenzte Zusatzqualifikation auch für andere Schulformen der BBS anzubieten.

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