In Schlangenlinien auf A7 unterwegs | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Blutende Kopfplatzwunde nach Sturz / Pkw in Brand nach Unfallflucht / Folgesignale der Polizei ignoriert und in Nothaltebucht gestoppt: Mehrere Fahrten unter erheblichem Alkoholeinfluss – „Spitzenreiterin“ pustet 3,02 Promille

In Schlangenlinien auf A7 unterwegs

Im Laufe des vergangenen Wochenendes registrierten Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Heidekreis an verschiedenen Orten im Landkreis und zum Teil mit Unfällen verbunden gleich mehrere Fahrten unter Alkoholeinfluss – und der war enorm hoch: So pustete die „Spitzenreiterin“, die zuvor in Schlangenlinien auf der Autobahn unterwegs gewesen war, immerhin 3,02 Promille.

Der erste Fall in Munster, wo es in der Nacht vom vergangenen Freitag auf Samstag um 22 Uhr in der Wagnerstraße zu einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss kam. „Der 54-jährige Fahrradfahrer stürzte alleinbeteiligt und zog sich dabei eine blutende Kopfplatzwunde zu. Bei der anschließenden Unfallaufnahme konnten die Beamten Atemalkoholgeruch bei dem Fahrradfahrer feststellen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,26 Promille“, heißt es im Bericht der Polizeiinspekion Heidekreis. Die Beamten veranlassten daraufhin eine Blutentnahme. Dem Fahrradfahrer erwartet nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

In Buchholz (Aller) meldete sich dann am vergangenen Samstagmittag über den Notruf der 62-jährige Fahrer eines Audi aus Minden und gab an, dass sein Pkw auf der A7 kurz vor der Anschlussstelle Schwarmstedt auf dem Seitenstreifen stehe und brenne: „Bei Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei brannte bereits der gesamte Motorbereich des Pkw. Der Pkw wurde umgehend abgelöscht“, heißt es im Polizeibericht. Die Feststellung vor Ort: Der Fahrer habe laut Polizei zuvor einen anderen Verkehrsunfall verursacht und sei geflüchtet: „Vermutlich war der Motor – aufgrund des vorausgegangenen Unfalls und dem dadurch bedingten Verlust von Kühlmitteln – überhitzt worden und in Brand geraten. Beider Überprüfung des Fahrers stellten die Beamten außerdem fest, dass dieser alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,23 Promille.“ Auch hier wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Der dritte Fall ereignete sich ebenfalls auf der Autobahn 7 und begann nahe Soltau: „Am Samstagnachmittag meldete ein Verkehrsteilnehmer einen in Schlangenlinien fahrenden Skoda auf der A7. Der Pkw konnte durch Beamte des Polizeikommissariats Bad Fallingbostel angehalten und kontrolliert werden. Beim Versuch, den Pkw von der Autobahn zu leiten, ignorierte die Fahrerin die Folgesignale und versuchte, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen“, heißt es im Polizeibericht. Schließlich konnten die Beamten den Pkw in einer Nothaltebucht anhalten: „Bei der Fahrerin handelte es sich um eine 25-jährige Frau aus Helmstedt, welche offensichtlich stark alkoholisiert war. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab 3,02 Promille“, so der Polizeibericht. Der Fahrerin wurde eine Blutprobe entnommen und ihr Führerschein für das eingeleitete Strafverfahren sichergestellt.