Nicht Partei ergreifen

Büttinghaus infomiert sich bei Bürgerbegehren „Heidekreis-Klinikum“

Nicht Partei ergreifen

Ins Gespräch kommen - ja. Partei ergreifen - nein. Car­sten Büttinghaus machte gleich zu Beginn unmissverständlich klar, dass es ihm nur um Kontakt und Informationen gehe, als er jüngst mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens „Heidekreis-Klinikum“ (HKK) in Soltau zusammentraf.

Den CDU-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Rotenburg I – Heidekreis eingeladen hatten die Initiatoren des Bürgerbegehrens, Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. Wolfram Franz, die auch schon den hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil zu Gast hatten. Sie erläuterten Büttinghaus ihre Position und das Ziel, durch einen Bürgerentscheid den vom Kreistag festgelegten Standort Bad Fallingbostel (F4) für ein neues HKK zu kippen und durch einen Standort bei Dorfmark zu ersetzen.

Als Bundestagskandidat sei er am Verfahren um die Standortfrage eines neuen HKK nicht beteiligt. Dennoch habe er die Einladung des Bürgerbegehrens angenommen: „Ich möchte mich informieren, beziehe aber für keines des beiden Lager Position“, betonte Büttinghaus, der noch einmal darauf verwies, dass dies zweifelsohne ein brisantes Thema sei. Mit mehr Impulsen aus dem Kreishaus hätte sich die Situation vielleicht anders entwickelt. Beide Lager hätten ihre Argumente und wollten die bestmögliche medizinische Versorgung für den Heidekreis, die allerdings finanziell darstellbar sein müsse. Er, Büttinghaus, wünsche sich, „dass sich der Verlierer nach dem Bürgerentscheid dann auch hinter das folgende Verfahren stelle.“

Was für den CDU-Bundestagskandidaten jedoch nicht nachvollziehbar sei, sei der Umgang mit den Vertretern des Bürgerbegehrens in den sozialen Medien, wo es oft erheblich unter die Gürtellinie geht: „Solche überbordende Emotionalität sehe ich kritisch. Da muss man für Sachlichkeit werben. Die wünsche ich mir von den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit diesem Thema im Netz auseinandersetzen.“

Büttinghaus betonte abschließend noch einmal, dass er seine Rolle nicht im Bekenntnis zu einer der beiden Seiten sehe: „Ich haben mich über die Einladung gefreut, um mir eine Bild machen zu können und beide Standpunkte zu kennen.“

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