„Nicht zulässig und nicht erwünscht“

„Aufsicht liegt beim Landkreis Heidekreis“

„Nicht zulässig und nicht erwünscht“

Schottergärten vor dem Einfamilienhaus finden einige schön - viele andere aber nicht. Dass sich an dieser Art der Gartengestaltung die Geister scheiden (HK berichtete), liegt auf der Hand. Doch bei dieser Erkenntnis wollte es die CDU-Fraktion in der jüngsten Soltauer Ratssitzung am 29. Oktober nicht bewenden lassen. Sie hatte eine Anfrage an Bürgermeister Helge Röbbert zur Zulässigkeit solcher Gärten,.

Die Fraktion bezog sich auf Paragraph 9, Absatz 2, der Niedersächsischen Bauordnung, wonach „die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke Grünflächen sein müssen, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind“, so Fraktionschefin Heidi Schörken in der Anfrage.

Inzwischen sei in der Stadt Soltau immer häufiger zu beobachten, dass insbesondere Vorgärten nicht mehr in dieser Weise genutzt, sondern gepflastert oder mit Schotter befüllt würden: „Das widerspricht nicht nur der obengenannten Rechtsnorm, sondern konterkariert die Bestrebungen, durch Anlegen von Blühstreifen oder anderen Blühflächen den Insekten, insbesondere den Bienen, die vom Aussterben bedroht sind, neuen Lebensraum zu schaffen.“

Auf die Frage, wie Soltau gegen diese unzulässige Handhabung vorgehe, konnte Bürgermeister Helge Röbbert allerdings nicht die erhoffte Antwort geben: „Die Stadt teilt diese Auffassung, ist aber nicht zuständig.“ Diese bauaufsichtliche Aufgabe liege beim Landkreis Heidekreis.

Röbbert verwies auf eine Anfrage des Ratsherrn Ingolf Grundmann (SPD), der dieses Thema schon im vergangenen Jahr angesprochen habe, und betonte: „Wenn die Stadt Baugrundstücke verkauft, weisen wir immer darauf hin, dass eine solche Gartengestaltung nicht zulässig und nicht erwünscht ist. Ansonsten können wir entsprechende Beobachtungen nur an den Landkreis weiterleiten.“

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