„Ort für Begegnungen und Aktivitäten mit inklusivem Charakter “

Heide-Werkstätten planen gastronomisches Angebot in Soltaus Zentrum

„Ort für Begegnungen und Aktivitäten mit inklusivem Charakter “

Noch sind es erste Entwürfe, aber die Planungen für ein gastronomisches Angebot im Zentrum von Soltau werden konkreter: Die Heide-Werkstätten beabsichtigen in der Marktstraße der Böhmestadt einen weiteren Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung zu schaffen und damit einen inklusiv geführten Gastronomiebetrieb zu eröffnen. „Die hierfür notwendigen Abrissarbeiten des Bestandsgebäudes haben begonnen“, informiert der Walsroder Verein Heide-Werkstätten.

„Die Marktstraße im Soltauer Zentrum wird in Zukunft deutlich an Attraktivität gewinnen. Nach dem Abriss des Gebäudes wird in der Marktstraße 29 ein energieeffizienter Neubau entstehen, der Platz für einen gastronomischen Betrieb mit Veranstaltungsraum bieten wird. Die Soltauer dürfen sich auf einen kommunikativen und kulinarischen Wohlfühlort in einem stylischen und gemütlichen Ambiente freuen“, so die Planung der Heide-Werkstätten für das Projekt, bei dem das Thema -Inklusion ein tragende Rolle spielen soll.

„Unser Konzept sieht eine Ganztagesgastronomie vor, ein ‚Best-of‘ unserer gastronomischen Angebote in Walsrode“, verrät Bernhard Neuhausen, Geschäftsführer der Heide-Werkstätten e.V. „Dass wir Gastronomie können, haben wir nicht zuletzt mit dem 2018 eröffneten und seither sehr gut laufenden ‚Bistro-Restaurant 37‘ bewiesen.“

Überlegungen, auch in Soltau ein gastronomisches Projekt zu etablieren, gibt es im Vorstand der Heide-Werkstätten schon seit längerer Zeit. Durch das Engagement von Werner Rohlmann, Mitglied des Vorstands, ist das neueste Projekt der Einrichtung erst möglich geworden. Der Soltauer engagiert sich seit vielen Jahren für Inklusion und Teilhabe und führte die Erstgespräche mit Familie Thiel, bis 2021 Eigentümer des Grundstücks in der Marktstraße. „Wir sind der Familie Thiel, die uns das Grundstück in bester Lage verkauft hat, sehr dankbar“, betont Rohlmann. „Familie Thiel war es wichtig, dass das Grundstück für einen gemeinnützigen Zweck nachhaltig genutzt wird. Unser Konzept eines inklusiven Gastronomiebetriebs hat sofort begeistert.“ Rund zehn Voll- und Teilzeitkräfte sowie 30 Beschäftigte mit Behinderung könnten in Service und Küche beschäftigt sein und von einem sicheren Arbeitsplatz mit attraktiven Rahmenbedingungen profitieren.

Mit der Umsetzung eines gastromischen Angebots in der Soltauer Innenstadt wolle der Verein nicht nur weitere Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung schaffen, sondern auch einen Beitrag zur Gestaltung einer zukunftsfähigen und lebendigen Innenstadt mit attraktiven Angeboten leisten: „Mit der Nutzungsvielfalt unseres Gastronomiebetriebs tragen wir zur Resilienz der Soltauer Innenstadt bei“, erklärt Rohlmann. „Die Marktstraße 29 soll zukünftig ein Ort für Begegnungen und Aktivitäten mit inklusivem Charakter für Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Bürgerinitiativen oder soziale Einrichtungen sein.“

„Ein Termin für die Fertigstellung des neuen Gebäudes ist noch nicht bekannt“, erzählt Bleßmann, Mitglied der Gesamtleitung und mitverantwortlich für die Umsetzung des Projekts. Die Vorbereitungen für den Abriss laufen bereits. Die Planungsgruppe Niemeyer GmbH mit Sitz in Walsrode habe laut Bleßmann bereits erste Entwürfe für das neue Gebäude erstellt. Im Erdgeschoss sei dabei eine Gastraumfläche mit großen Fensterfronten vorgesehen. „Unsere internen Planungen sind sehr fortgeschritten, bieten aber noch Raum für Gestaltungsoptionen.“

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