Pfarrhaus für Luthergemeinde

Neubau entsteht auf dem Gelände des Alten- und Pflegeheimes Haus Zuflucht

Pfarrhaus für Luthergemeinde

Daß das Pastorenhaus der Soltauer Lutherkirchengemeinde, gleich neben dem Melanchthonhaus im Habichtsweg, weichen muß, war bereits im vergangenen Sommer beschlossene Sache (HK berichtete). In der Frage der Nachfolgelösung sind die Weichen aber auch schon gestellt: Auf dem Gelände des Soltauer Alten- und Pflegeheimes Stiftung Haus Zuflucht im Ginsterweg wird ein neues Pfarrhaus entstehen. Wenn alles gut läuft, sollen die Arbeiten noch im Februar beginnen. Noch bis vergangenen Sommer wohnte das Pastorenehepaar Magdalena Tiebel-Gerdes und Carsten Gerdes, das Soltauer verlassen hat, im alten Pfarrhaus. Dessen Sanierung, so erläutert Michael Aufmkolk, wäre sehr teuer geworden und hätte fast an die Neubaukosten herangereicht. „Es hätte vieles vor allem im Bereich der energetischen Sanierung getan werden müssen“, so der Vorstand der Stitung Haus Zuflucht. Also fiel die Entscheidung, das Gebäude aus den 70ern abzureißen, was dann gut in die Planung paßte, den freiwerdenden Platz mit einem Neubau zu füllen, um die Tagespflegekapazitäten des Melanchthonhauses zu erweitern (HK berichtete).

Stiftung und Kirchenvorstand hatten deshalb schon im vergangenen Sommer nach Ersatzmöglichkeiten gesucht. Entschieden haben sich die Gremien am Ende für einen Neubau im Ginsterweg, etwa in dem Bereich, in dem einmal eine Wäscherei für das Alten- und Pflegeheim entstehen sollte. „Diese Entscheidung war ein Prozeß, in dem berücksichtigt werden mußte, welche Vorteile verschiedene Lösungen geboten hätten und zu welchen Kosten sie realisierbar und das Objekt vermietbar gewesen wären“, berichtet Aufmkolk. Denn die Stiftung Haus Zuflucht errichtet das Gebäude und vermietet es dann an die Kirchengemeinde. Bei der Planung des eineinhalbgeschossigen Hauses sei die Stiftung allerdings nicht frei: „Die Evangelisch-lutherische Landeskriche Hannovers macht ganz genaue Vorgaben, von der Größe bis hin zur Aufteilung, die wir einhalten müssen.“ So müssen auf den knapp 200 Quadratmeter dieses fast normalen Einfamilienhauses neben den Wohnräumen des Pfarrers auch ein separater Amtsraum und ein zugehöriges Archiv untergebracht werden. „Wir rechnen mit rund 500.000 Euro an Baukosten, wobei die nötigen energetischen Maßnahmen durchaus ihren Preis haben“, meint Aufmkolk. Und weiter: „Die Baugenehmigung liegt vor, die Finanzierung ist gesichert, und die Handwerker sind beauftragt. Wir werden jetzt einen Bauzaun aufstellen und hoffen, daß wir noch in diesem Monat beginnen können.“ Da dies alles aber nicht genau vorhersehbar sei, „gibt es kein Fertigstellungsdatum. Doch die Kirchengemeinde möchte natürlich, daß sich dies nicht allzu lange hinzieht. Bis zum Sommer werden wir auf jeden Fall nicht fertig sein.“ Sollte die offene Pastorenstelle in der Luthergemeinde zum Sommer nachbesetzt werden, wäre das Pfarrhaus also noch nicht beziehbar und man müßte eine Zwischenlösung finden. Aufmkolk sieht den Zeiten, wenn erst einmal eine Pastorin oder ein Pastor das Haus bewohnt, freudig entgegen, „denn das Haus ist etwa für Traugespräche über den Ginsterweg erreichbar. Niemand muß über das Gelände des Alten- und Pflegeheimes, um den Pastor zu erreichen. Wir aber erhoffen uns ganz viel: Der Pastor, der da wohnt, ist dann ganz nah dran an uns und kann auch mal eben im Heim vorbeischauen. Wir hoffen, daß dies dann oft passiert.“

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