Prädikantin Gisela Steudter aus ihrem Amt verabschiedet

Bei Gottesdienst in der St. Johanniskirche Soltau aus langjährigem Predigtdienst verabschiedet

Prädikantin Gisela Steudter aus ihrem Amt verabschiedet

In einem Gottesdienst in der St. Johanniskirche Soltau wurde die Prädikantin Gisela Steudter aus ihrem langjährigen Predigtdienst verabschiedet. Am 2. Advent 2005 wurde sie in ihr Amt im Kirchenkreis Soltau eingeführt. Während ihrer vorhergegangenen zweijährigen Ausbildung wurde sie durch den damaligen Pastor der St. Johanniskirche und jetzigen Auricher Superintendenten Tido Janssen begleitet.

Nun wurde sie auf eigenen Wunsch durch Superintendent Heiko Schütte von dieser Aufgabe entpflichtet. Schütte dankte ihr in seiner Ansprache für ihren Dienst, den sie in den vergangenen Jahren in fast allen Gemeinden des Kirchenkreises geleistet hat.

Damals bei ihrer Einführung habe er gesagt: „Menschen, die gute Nachrichten bringen, kann es nicht genug geben“. In den vergangenen 17 Jahren sei sie eine Botin gewesen, die Frieden gepredigt und Heil verkündigt hat, betonte es Schütte nun bei ihrer Verabschiedung in Anlehnung an ihre Predigt aus Jesaja 63 zu ihrer Einführung am 4. Dezember 2005.

In der hannoverschen Landeskirche dürfen auch Menschen, die nicht im Pfarrdienst sind, Gottesdienste halten und predigen. Sie bringen als Lektoren und Prädikanten ihre Lebens- und Berufserfahrung ein. Nach einer entsprechenden Ausbildung dürfen Lektoren sogenannte Lesepredigten halten. Prädikanten dürfen nach intensiver theologischer Fortbildung hingegen selbständig Predigten schreiben und Gottesdienste gestalten.

Die Passionsandachten in der Soltauer Lutherkirche mit Pastorin Birgit Löhmann waren der Anfang der Predigtausbildung. Daran hatte sich Steudter als Ehrenamtliche beteiligt und wurde anschließend gefragt, ob sie an einer Ausbildung zur Prädikantin interessiert sei. Zwei Jahre intensive Ausbildung folgten, alle zwei Monate ein langes Wochenende mit unterschiedlichen biblischen und theologischen Themen. Zu jedem Wochenende musste eine Predigt geschrieben werden, die dann in einer Kleingruppe besprochen wurde. „Eine sehr anstrengende, aber auch hilfreiche Zeit“, so fasst Gisela Steudter es im Rückblick zusammen. Zum Abschluss musste dann eine Predigt geschrieben werden, die in einem Kolloquium beim damaligen Lüneburger Regionalbischof Hans-Hermann Jantzen besprochen wurde. Neben Gottesdiensten und Passionsandachten in der Lutherkirche Soltau, war Steudter dann auch im Haus Zuflucht, sowie den Kirchengemeinden Munster und Breloh tätig. Besonders erinnert sie sich an den kurzfristigen Einsatz in der Kirchengemeinde Breloh, als sie eine Christvesper übernehmen musste, weil viele Pastoren durch eine Grippewelle erkrankt waren.

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