Salzsiedewettbewerb: „Weißes Gold“ aus Soltau überzeugt erneut die Jury

Gastgeber verteidigen Titel / Wettbewerb war beim Mauritiusfest in der Böhmestadt das Salz in der Suppe

Salzsiedewettbewerb: „Weißes Gold“ aus Soltau überzeugt erneut die Jury

Zu Ehren des heiligen Mauritius, dem Schutzpatron der Salzsieder und Handwerker, feierte der Soltauer Salzsiederverein auf dem Hof in der Bahnhofstraße 17 in der Böhmestadt, also genau dort, wo aus historischer Zeit eine alte Salzquelle urkundlich erwähnt ist, sein Mauritiusfest mit Handwerkermarkt. Zum zehnten Mal wartete auf die Besucher ein buntes Programm. Aus Anlass des „runden Geburtstages“ stand in diesem Jahr auch ein Festumzug auf dem Programm, an dem neben den Soltauer Salzsiedern auch Mitglieder befreundeter Gruppen in ihren Kostümen mitmarschierten. Das „Salz in der Suppe“ des Festes war der Siedewettbewerb, in dem die Gastgeber um ihren Siedemeister Alfred Müller erfolgreich den Titel verteidigten.

Eine Jury, bestehend aus jeweils einem Vertreter beziehungsweise einer Vertreterin der Salzsiederstädte Soltau, Lüneburg und Halle, prüfte zunächst Aussehen, Geruch und Geschmack der Sole, aus der das Salz von der jeweiligen Gruppe hergestellt wurde. Anschließend bewerteten die Juroren Aussehen und Geschmack des „weißen Goldes“, um dann zu einer Gesamtbewertung der Produkte der jeweiligen Siedegruppe zu kommen. Nach Auswertung der Punktetabelle stand fest, dass den Juroren die Sole und das Salz aus der Böhmestadt am besten gefallen haben, denn sie vergaben dafür insgesamt 48 Punkte. Die Lüneburger und die Salzsieder aus Halle landeten mit jeweils 32 Punkten auf dem zweiten Platz, den sie sich somit teilten. „Der Preis ist weiß“ hieß es bei der Siegerehrung, bei der Wilfried Worch-Rohweder, Vorsitzender des Soltauer Salzsiedervereins, aus dem Würzmittel geformte und mit Plaketten versehene Trophäen überreichte. Er zeigte sich erfreut über die „Titelverteidigung“, brachte aber gleichzeitig zum Ausdruck, dass er die Salzsieder aus Lüneburg und Halle nicht für die schlechteren Salzsieder halte, sondern dass einfach das Ausgangsprodukt, die Soltauer Sole, entscheidendes Kriterium sei.

Mit dem Verlauf des zehnten Mauritiusfestes zeigte sich Worch-Rohweder zufrieden, zumal bei bestem Wetter weit mehr als 2.000 Interessierte die Veranstaltung besucht hätten.

Der Vorsitzende rührte auch noch einmal die Werbetrommel für Aufführungen des Stücks „Das Geheimnis der Salzquelle“ in der Alten Reithalle in Soltau, die am 4. Oktober um 19 Uhr, am 5. Oktober um 15 und 19 Uhr sowie am 6. Oktober um 15 Uhr auf dem Programm stehen. Einlass ist jeweils 90 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Neben den Theateraufführungen wird auch der Animationsfilm „Wie kommt das Salz nach Soltau“, gesprochen und kommentiert von Carlo von Tiedemann, gezeigt. Ergänzt wird das Ganze durch ein buntes Rahmenprogramm.

Außerdem werden die neuesten Spezialitäten der Soltauer Salzsieder, die „Soltauer Salinenwürstchen“, angeboten. Besucher können ferner die mit Salz und Gradierbrand gezauberten Schokoladenprodukte des Konditormeisters Hans-Jürgen Alvermann sowie weitere Leckereien probieren.

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