„Kinder können was bewegen, Kinder können Segen sein – Kinder schaffen das, dafür ist keiner zu klein!“ Das für dieses Jahr ausgewählte Lied für die Sternsingeraktion der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria vom heiligen Rosenkranz im nördlichen Teil des Heidekreises war sozusagen Programm, denn das Sternsingen ist die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder.
Mit großem Eifer waren alle dabei: 21 Kinder und neun Begleitpersonen beziehungsweise Organisatoren haben viel Zeit und Engagement investiert, um das Dreikönigssingen wieder zum Erfolg zu führen. Besonders erfreulich war, so die Verantwortlichen, dass es für den Bereich Soltau, Wietzendorf und Neuenkirchen wieder einen Verantwortlichen gebe: Michael Groszczyk habe sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen und habe sie „supergut gemeistert.“ Dabei sei Teamarbeit mit den Verantwortlichen in Bispingen und Schneverdingen sowie „Ehemaligen“ selbstverständlich.
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautete das Leitwort der Aktion Dreikönigssingen 2026. In der Vorbereitung haben sich Kinder und Erwachsene damit befasst, was Kinderarbeit bedeutet: Da geht es nicht um einfache Hilfe daheim, sondern da sind Kinder in fernen Ländern, die von morgens früh um 7 Uhr bis abends um 18 Uhr in der Fabrik arbeiten – oft unter gefährlichen oder ungesunden Bedingungen. Am Beispiel der Kinder Tazim und Nour wurde dieser Tagesablauf deutlich gemacht. Der Grund für die Kinderarbeit: Armut in den Familien. Und das wiederum hat die kleinen „Königinnen“ und „Könige“ sehr nachdenklich gemacht, gestaltet sich doch ihr eigener Tagesablauf mit geregeltem Schulbesuch und Freizeit völlig anders. Dieses neue Wissen um die Kinderarbeit im Beispielland Bangladesch haben die Kinder auch bei den Hausbesuchen sowie in den Rathäusern und Altenheimen der zur Kirchengemeinde gehörenden Orte weitererzählt: Zwei Millionen Kinder sind in Bangladesch betroffen, weltweit sogar 138 Millionen. Durch die Unterstützung mit den Sternsinger-Spenden können Kinder wieder zur Schule gehen und eine Ausbildung bekommen. Das wird durch Kooperation mit örtlichen Organisationen gewährleistet.
Sehr engagiert waren alle Beteiligten bei den Besuchen, denn die Straßensituation nach den Schneefällen war eine Herausforderung. Aber der Schnee brachte durchaus großen Spaß mit sich, denn die königlichen Hoheiten hatten am Schluss des Tages noch viel Spaß bei einer Schneeballschlacht.
Lange hielt die Spannung bei Kindern und Erwachsenen an, wie das Endergebnis der Sternsingeraktion 2026 aussehen wird. Bei der „Dankeschön-Veranstaltung“ im Piratennest in Wietzendorf wurde das Geheimnis gelüftet: Insgesamt kamen genau 6.013,31 Euro zusammen – ein tolles Ergebnis, das deutlich zeigt, wie sehr die Sternsingeraktion den Menschen nach wie vor am Herzen liegt. Zusätzlich freuten sich die Kinder über eine Dankesurkunde und eine Fotocollage.