Plakate für Aktion in Berlin gemalt und in die Hauptstadt geschickt

„Fridays for Future“-Gruppen aus dem Heidekreis unterstützen Aktion der Berliner Gruppe

Plakate für Aktion in Berlin gemalt und in die Hauptstadt geschickt

Seit die Coronakrise die Welt in Atem hält, ist es ruhig geworden in Sachen Klimaschutzdebatte. In Zeiten der Maßnahmen zum Eindämmen der Verbreitung des Coronavirus können die Anhänger der Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) natürlich nicht gemeinsam auf die Straße gehen, um für ihre Ziele öffentlichkeitswirksam einzutreten. Auch die für den 24. April geplante zweite Veranstaltung in Soltau zum internationalen „FFF-Streiktag“, die bereits angemeldet war, wurde selbstverständlich abgesagt. Nichtsdestotrotz wollen auch die Aktiven der „Fridays for Future“-Bewegung aus dem Heidekreis weiterhin Flagge zeigen. Sie sind jetzt einem Aufruf der Berliner Ortsgruppe gefolgt und unterstützten eine Aktion der Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus der Hauptstadt. Dazu haben sie etliche Plakate angefertigt. Am morgigen Freitag nämlich sollen in Berlin Mitte Tausende Plakate auf den Boden gelegt werden, um so quasi eine „Demo ohne Menschen“ auf die Beine zu stellen. Diese Aktion wurde von der Polizei und vom Gesundheitsamt genehmigt.

„Seitdem sich unser FFF-Organisationsteam spontan ungefähr zwei Wochen vor unserer ersten Demonstration am 20. September 2019 zusammengefunden hat, ist einiges passiert“, berichtet Eva Huss. „Wir haben in Soltau entschieden, uns nicht in Fridays for Future (FFF) und Parents for Future (PFF) zu trennen. Zum einen, weil wir finden, dass es in einer Krise von diesem Ausmaß gut und wichtig ist, alle Kräfte und Talente zu bündeln, zum anderen, weil das Format FFF und PFF ja gar nicht allen gerecht wird“, berichtet Huss. Und weiter: „Nicht alle, die sich engagieren möchten, sind Schüler - und nicht alle sind Eltern. Wir wollten niemanden ausschließen und haben daher beschlossen, als TFF Soltau - Together for Future - weiterzuarbeiten.“

Nach einer kleinen Aktion auf dem Soltauer Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr haben sich die Soltauer Aktiven Anfang dieses Jahres mit den anderen beiden FFF-Ortsgruppen im Heidekreis, also denen aus Schneverdingen und Walsrode, vernetzt und inzwischen auch einen gemeinsamen Instagram-Account eingerichtet. In Zusammenarbeit wurde der Klimastreiktag in Soltau geplant, der nun aber ins Wasser fällt. Die freien Kapazitäten nutzten die Gruppen zur Unterstützung der Aktion in Berlin. „Wir haben in Soltau gemeinsam mit der Ortsgruppe Schneverdingen über Nacht vier Plakatsammelstellen eingerichtet, große Kisten gebaut und den Aufruf über die sozialen Medien verbreitet“, erläutert Huss. Sammelstellen waren das Gemeindehaus und der Bioladen in Schneverdingen, die Bibliothek Waldmühle in Soltau und das Gemeindehaus in Neuenkirchen. Dort wurden die Kisten aufgestellt. Am Montag um 10 Uhr gingen dann alle Plakate mit dem Paketdienst auf den Weg nach Berlin. Darüber hinaus gibt es auch landesweit eine Plakataktion, bei der jeder dazu aufgerufen ist, ein Plakat zum Thema Klimaschutz in sein Fenster zu hängen und sich auf der „FFF-Streikkarte“ einzutragen.

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