Spende für Gedenktafel

KSK unterstützt Bildungsarbeit der Kriegsgräberfürsorge

Spende für Gedenktafel

Eine besondere und anschauliche Art von Geschichtsunterricht erlebten Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Oberschule Soltau: Unter Leitung ihrer Lehrer Jörg Busack und Patrick Pfaff beschäftigten sie sich intensiv mit der Historie der Kriegsgräberstätte Soltau-Ahlften und erarbeiteten eine Gedenktafel. Für eine professionell e Umsetzung des Entwurfs gab es jetzt Unterstützung von Seiten der Kreissparkasse Soltau, die eine Spende über 1.500 Euro für das Projekt beisteuerte.

Nach ausführlichen Recherchen im Stadtarchiv und im Museum Soltau sowie der Sichtung verschiedener Veröffentlichungen haben die Schüler ihre Ergebnisse in einem Text zusammengefaßt und diesen in Form einer Gedenktafel graphisch aufbereitet. „Die Auseinandersetzung mit der Geschichte vor Ort hat unsere Schüler zusätzlich motiviert“, so Jörg Busack. „Es war ein interessantes Projekt und eine Herausforderung für die Schüler, die Texte aus den sehr alten und unterschiedlichen Quellen zusammenzustellen.“ Beide Lehrer sind beeindruckt, von der - für viele bis dahin unbekannten - regionalen Historie sowie dem hohen Einsatz der Schüler und planen weitere Projekte mit künftigen Jahrgängen zu diesem Thema. Die von den Schülern erarbeitete Gedenktafel soll am Eingang der Kriegsgräberstätte Soltau-Ahlften aufgestellt und am 14. Juni der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die Kriegsgräberstätte ist eine der größten dieser Art und befindet sich auf einem beeindruckenden Areal in unmittelbarer Nähe des Heideparks Soltau. Dort ruhen verstorbene Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges aus dem Kriegsgefangenenlager Soltau. Wann und woran sie gestorben sind, ist nicht bekannt. Vermutlich sind viele Opfer der Spanischen Grippe geworden, die von 1918 bis 1921 auch in Deutschland gewütet hat. „Das Kriegsgefangenenlager Soltau war das größte Kriegsgefangenenlager in Deutschland und wurde 1915 bezugsfertig. Es befand sich ganz in der Nähe der Kriegsgräberstätte“, erläutert Jan Effinger, Geschäftsführer des Bezirksverbands Lüneburg/Stade im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). In dem Lager waren mehr als 60.000 Kriegsgefangene in rund 70 Baracken interniert, hauptsächlich Franzosen, Serben, Belgier und Russen.

Aufgabe des VDK ist die Erhaltung dieser Kriegsgräberstätten, um das Gedenken an die Kriegstoten der Vergangenheit zu bewahren. Weiterhin bietet der VDK im Rahmen der Bildungs- und Jugendarbeit gemeinsam mit Schulen Projekte für Kriegsgräberstätten an. So ist auch die Kooperation mit der Oberschule Soltau zustandegekommen. Der Vorsitzende des VDK Kreisverbands Heidekreis, Landrat Manfred Ostermann, freut sich, daß er die Kreissparkasse Soltau als Förderer des Projekts gewinnen konnte. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Verantwortlichen vor der Kriegsgräberstätte, wo der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Soltau, Dr. Matthias Bergmann, die Spende über 1.500 Euro aus dem örtlichen Reinertrag der Lotterie „Sparen und Gewinnen“ übergab.

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