„TECademy“ bringt Einblick

Berufsorientierung: OBS-Schüler sammeln Erfahrungen bei G. A. Röders

„TECademy“ bringt Einblick

Seit dieser Woche tauschen sieben Neuntklässler der Oberschule (OBS) Soltau einmal pro Woche ihren Klassenraum gegen eine Werkstatt ein. Möglich wird dieses einjährige Vorhaben erstmals durch die „TECademy“ Soltau - ein gemeinsames Projekt der Oberschule Soltau, des Soltauer Traditionsunternehmens G. A. Röders und der Stiftung Niedersachsenmetall.

Was bei diesem Projekt auf dem Programm steht, umrissen am vergangenen Freitag nach der Begrüßung durch OBS-Leiterin Karin Spreckelsen die Bildungsreferentin der Stiftung Niedersachsenmetall, Susanne Harms, und Gerd Röders, Geschäftsführer von G. A. Röders. Schüler, Eltern und beteiligte Lehrkräfte, aber auch junge Mitarbeiter des Unternehmens waren hier mit von der Partie. Letztere werden die Schüler im Betrieb betreuen.

Venja Oetjens, Til Grethe, Malte Worthmann, Alexander Alber, Ole Eickhölter sowie Dawid Jansen und Rebekka Kerti wagen den Sprung von der „Schul- an die Drehbank“. Ziel, so Harms, sei es dabei, an einem Projekt langfristig zu arbeiten und hinter die Kulissen des Betriebes zu schauen. Röders meinte, diese Chance, über die „TECademy“ einen Einblick zu erhalten, bekämen nur wenige: „Für uns ist das auch neu, aber gleichzeitig schon ein Erfolg, weil wir uns zusammengesetzt und überlegt haben, was wir während dieses Jahres machen wollen.“

In der „TECademy“ erleben die Schülerinnen und Schüler Ausbildung bei G. A. Röders, dem Hersteller von Aluminium- und Zink-Teilen im Druckgussverfahren sowie Kunststoff-Spritzguss, live. Im direkten Austausch nicht nur mit Ausbildern, sondern auch jungen Mitarbeitern - den Azubis Nina Pohl, Jan-Ole Bergmann und Alan Tayeb sowie dem Produktdesigner Karl Holländer - können sie ein Schuljahr lang einmal wöchentlich ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprobieren.

Dabei entdecken sie die Vielfalt der Berufe und erfahren, wie Ausbildung funktioniert. Schulisch werden sie während des Projektes von ihrer Lehrerin Janne Seehase begleitet.

Natürlich soll dabei auch etwas Handfestes entstehen: Unter Anleitung werden die Schülerinnen und Schüler einen Handyhalter fertigen - erst ganz klassisch im Metallbau: Unter anderem Anreißen, Schneiden und Feilen stehen dabei auf dem Programm. Danach geht es in die Konstruktion: Per CAD (computer-aided design: rechnergestütztes Konstruieren) wird der Handyhalter am PC konstruiert, um ihn dann per 3-D-Drucker herzustellen. Auch das Gießen steht noch auf dem Plan. So lernen die Azubis von morgen, dass sich ein Produkt auf verschiedene Weise herstellen lässt.

Im Austausch mit den Auszubildenden und Mitarbeitern von G. A. Röders werden aber nicht nur praktische Fertigkeiten vermittelt: Die Schülerinnen und Schüler erleben so vor allem auch Berufsorientierung aus erster Hand. Und wer weiß, vielleicht fällt bei einigen von ihnen ja die Entscheidung für einen beruflichen Weg in der Metallbranche. Das ist letztlich auch das Ziel der „TECademy“ - interessierten Nachwuchs für diesen Bereich zu gewinnen.

Logo